Scharfes Gedicht

In der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze, und so ist eine japanische Gedichtform, das Haiku, in drei Versen durch. Was uns das Haiku sagen möchte, das soll man aus dem realen Leben interpretieren. Mitunter ziemlich langwierig und „um die Ecke gedacht“. So benötigt man einen scharfen Verstand, um ein Haiku zu begreifen – und einen wachen Verstand, um ein Haiku anzufassen und richtig zu führen: das Chroma Haiku Damascus Kochmesser, nur echt mit dem Falken.

Falls man nicht aufpasst, hat man mal „dranne“ Fingerkuppen gehabt. Vor einiger Zeit hatte ich ja schon einmal von dem Haiku-Damascus-Kochmesser berichtet, und meine Sehnsucht nach so einem Messerchen kund getan. Das ist bei einer lieben Freundin haften geblieben, die mich am Montag mit diesem Messer überreich zum Geburtstag beschenkte. Ich war baff; echt!

Heiku Damascus verpackt„Ein scharfes Messer? Zeig mal her!“ Mit dem Daumen über die Schneide gefahren. Nicht ich, ich weiß wie scharf die Messer sind. Nun muss wohl bei jemandem die Fingerabdruckdatei aktualisiert werden, beim Daumen hat sich was verändert.

Es eignen sich nicht nur Daumen zum Testen der Messerschärfe. Seidenschals hatte ich allerdings nicht, so mussten eine kleine Zwiebel und eine Tomate als Testobjekt herhalten, aber erst, nachdem ich das Messer zwei Tage lang bewundert hatte (darf da wirklich was mit geschnitten werden?). So ein Messer verlangt Respekt, wenn es einen nicht verstümmeln soll. 30 mal wurde es gefalzt, gehämmert, poliert, geschliffen und mit einem Griff aus Kirschholz versehen. Allein der Anblick ist faszinierend – wenn man Messer mag.

Verpackung: Heiku mit Heiku

Heiku Damascus Kochmesser

Heiku aus der Nähe

Mit diesem Messer sollte man nicht auf Plastikbrettern schneiden; um die Schärfe möglichst lange zu bewahren, eignen sich eigentlich nur Holzbretter. Zum Schärfen werden nur passende Schleifsteine verwendet, kein Wetzstahl darf dieses Messer je berühren. Vor Vorfreude zitterte ich beim Zwiebelschälen. Keine guten Voraussetzungen, um ein scharfes Messer zu testen. Kaum hatte ich das Messer in der Hand, war das Zittern weg und die Zwiebel Kleinholz in sehr feine Würfel geschnitten.

Heiku mit Zwiebel

Heiku mit halben Zwiebeln

Heiku mit Zwiebelwürfeln

Das Haiku ging fast widerstandslos durch die Zwiebel, ein Fest, mit diesem Messer Zwiebeln zu schneiden. Aber der aussagekräftigste Test ist die Tomate. Wenn das Messer es schafft, die Tomate zu schneiden, ohne dass ich Druck aufwenden muss, dann kann man von einem scharfen Messer sprechen: Den Griff zwischen Daumen und Zeigefinger, und ohne Druck, mit sanften Bewegungen die Tomate in Scheiben geschnitten. Millimeter dünn.

Heiku mit Tomate

Tomatenscheiben

Nun hatte ich Zwiebeln und Tomaten geschnitten, da bot sich an, gleich ein Olivenöl zu testen, und einen Tomatensalat daraus zu machen. Tomaten auf den Teller drappiert, mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer aus der Mühle gewürzt, dann ein Olivenöl aus Sizilien (Sole di sicilia) darüber geträufelt. Ein sehr gutes Bio-Olivenöl, leider noch nicht aus der neuen Ernte, von dem ich mir etwas mehr Fruchtigkeit versprochen hatte. Ich werde in jedem Fall noch einmal das frische Öl probieren. Vielleicht schafft es ja das Öl in meinen Shop.

Tomatensalat mit Sole di sicilia

Nach getaner Arbeit muss das Messer jetzt wieder in seiner Hülle ruhen. Ich überlege derweil, mit was ich mich als nächstes als „Aufschneider“ qualifiziere. Da ich hier noch ein hervorragendes Öl aus Apulien zu verkochen habe (wohl ab Februar im Shop), sollte es ein apulisches Rezept sein. Für Vorschläge bin ich natürlich offen.

Heiku geschützt mit Hülle