Moderne Olivenölherstellung in Tunesien

Die Firma Olives et Oliviers in Tunesien stellt in einer modernen Ölmühle bestes Olivenöl her. Die Olivenhaine mit Koroneiki-, Arbosana- und Arbequina-Oliven werden maschinell abgeerntet und umgehend in der Mühle verarbeitet. Es ensteht so ein polyphenolreiches Olivenöl der ersten Güteklasse. Durch die maschinelle Verarbeitung wird sehr viel Zeit gespart – so können alle Oliven zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet werden.

Olives et Oliviers from A Vos Marks on Vimeo.

Die Deutsch Tunesische Industrie- und Handelskammer bemüht sich sehr um die Vermarktung tunesischer Erzeugnisse in Deutschland. Dies wäre eines der tunesischen Öle, die für das Olivenölkontor infrage kämen. Ich bin sehr gespannt auf die Verkostung.

Bratkartoffeln für Heike

Bratkartoffeln für HeikeHolla, das wird aber knapp. Habe ich viel zu spät gesehen (gestern), dass es ein Blogevent über Bratkartoffeln gibt. Da muss ich natürlich mitmachen, wenngleich ich keine schmiedeeiserne Pfanne (mehr) besitze. Die ist auf einem Glaskeramikkochfeld zu gefährlich. Ich bin es einfach gewohnt, zu rütteln und zu schütteln, zu schwenken und die Pfanne mit Schwung auf den Herd zu bollern. Mit einer schmiedeeisernen kille ich da wohl das Kochfeld.

Für meine Bratkartoffeln nutze ich eine beschichtete Profipfanne von Ballarini aus Aluminium mit 7 cm hohem Rand und extra langem Stiel. In der kann man hervorragend schwenken, und die Antihaftbeschichtung funktioniert prima. Für Bratkartoffeln der Hit.

Pellkartoffeln für die Bratkartoffeln

Festkochende Kartoffeln, bereit für den Messereinsatz.

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Vorspeise ratzfatz …

… oder “Roto-Bete-Salat in Blutorangendressing mit Räucherlachs und Ziegenmeerrettichfrischkäse”

So eine Vorspeise ist schnell gezaubert, besonders dann, wenn man noch eine gegarte (im Ofen bei 180°, ungeschält in Alufolie eingepackt) Rote Bete vorrätig hat, weil man das mit den geplanten  Rote-Bete-Ravioli leider nicht geschafft hat.

Rote-Bete-Salat mit Räucherlachs und Ziegenmeerrettichfrischkäse

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In eigener Sache: Olivenölkontor relaunched

Irgendwann hat man einfach genug. Genug von “gewachsenem” Layout, welches durch die Vielfalt der Informationen einfach nur unübersichtlich geworden ist; genug von den kleinen Fehlerchen, die sich mit der Zeit häufen; genug von den nicht automatisiert auszuführenden Updates; genug auch von Bestellabbrüchen, weil das System wieder einmal spinnt.

So habe ich entschieden, mich vom alten System zu trennen und etwas völlig Neues zu machen. Die Rede ist von meinem Steckenpferd, dem Olivenölkontor. Nun ist es so, dass dieses Hobby – was anderes war es bis vor ein paar Jahren nicht für mich – zum Beruf geworden ist, und das mit stetig steigenden Umsätzen. Welche Branche kann das schon von sich behaupten, außer der der Insolvenzverwalter. Auch rechtlich hat sich im Omlineverkauf einiges getan, und das alte Shopsystem war nicht in der Lage, dem Rechnung zu tragen.

www.olivenoelkontor.de

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Kille, Kille, Katerkiller-Killer

Angeregt durch diesen Artikel des von mir sehr geschätzten Dr. Mühleib, versuche ich mich an einem Katerkiller-Killer. Und den muss ich nun wirklich erst aus mir heraus kitzeln, was ich während des Schreibens erledige, denn eigentlich habe ich bis hierhin noch keine Idee, wie besagter Killer-Killer aussehen sollte.

Die einfachste Methode, garantiert einen Kater zu bekommen, und somit den Katerkiller zu killen, ist der Verzicht auf feste Nahrung – insbesondere auf Fette wie Olivenöl zum Beispiel – vor dem großen Silvesterbesäufnis. Nimmt man dann die alkoholischen Getränke in großer Vielfalt und ausreichender Menge zu sich, dann sollte das klappen mit dem Kater am nächsten Morgen.

Um allerdings die gegen Ende des Jahres auftauchende Alliteration zu verhindern, gibt es wohl kein wirksames Rezept. Denn man müsste wissenschaftlich beweisen, dass die angepriesenen Katerkiller nicht wirksam sind. Und das wird wohl nicht in allen Fällen funktionieren; also kein Katerkiller-Killer. Vielleicht etwas entgegenalliterieren? Saufen, raufen, Kopf nicht brauchen (müsste gebrauchen heißen, aber das alliteriert nicht so schön). Oder: Betrinken bis zum Abwinken! Und:  Den Vater sucht der Kater heim, die Mutter überlässt ihn seiner Pein (aber das ist eher aus dem Leben gegriffenes Gedicht, als Alliteration). “Kümmel den Korn, dann kümmel von vorn.” Auch nicht schlecht, aber nur von Korn bekommt man wohl keinen Kater. Sei’s drum!

Guten Rutsch, und sauft nicht so viel! (Also doch ein Katerkiller …)

Eine Seuche zieht durch’s Web

Sie haben zu viel Zeit? Sie haben eine Digitalkamera? Sie sind Endverbraucher? Dann werden Sie doch Produkttester! Einfacher können Sie kaum Ihre Vorräte an Nützlichem und Unnützem füllen. Einfach eine Mail an diverse Firmen schicken, darin um Produkte für einen Test bitten und abwarten, was der Postbote so ins Haus schickt. Völlig kostenlos – und völlig umsonst; das wissen aber die meisten Firmen noch nicht, die sich blauäugig von angeblichen Blogstatistiken blenden lassen.

Wie funktioniert’s?

Ganz einfach: Sie besorgen sich einen kostenlosen (Sie wollen ja keine Kosten produzieren, sondern Produkte abgreifen) Blogaccount, z. B. bei Blogspot oder WordPress, den Sie anschließend mit hübschem oder weniger hübschem Bildhintergrund personalisieren, einen witzigen oder einfach nur süßen Blognamen (shoppingprincess, sternchentest o. ä. Bescheuertes) wählen, stellen sich dort als (wichtig!!!) kompetenten Produkttester vor, und „testen“ erst mal ein Produkt aus eigenem Bestand für den Anfang. Beispielsweise eine Packung Kekse, ein Handy, einen Korkenzieher oder die neueste Slipeinlage. Egal was, Hauptsache kompetent darüber ein paar Zeilen in den Blog seiern, Foto(s) dazu, immer positives Fazit ziehen, fertig! Dann ganz viele Firmen über das Web suchen, anschreiben, sich dort als Produkttester allererster Güte vorstellen und um Produkte zum Testen bitten. Zum Beispiel so: „Wir würden uns über eine Zusage sehr freuen und wenn wir Sie überzeugt haben sollten (mit was denn bitte???), dann senden Sie doch einfach ein paar Testpakete (nur eines wäre ja langweilig) an: Adresse.“ (Hier testet gleich die ganze Familie seit Juli 2011, mit Google PageRank von 0 und dem immer beliebter werdenden Apostroph bei der Bildung des Plurals, liest sich dann „Produkttest’s“) Oder so: „Mit vielen Unternehmen und Produkttester-Seiten durfte ich schon erfolgreich zusammen arbeiten, wie Sie auch dem Archiv auf meinem Blog entnehmen können und habe mich somit schon im Internet als erfahrener Produkttester etabliert.“ (online seit Mai 2011, PageRank 1, 21 Jahre alt; ach ja, ehe ich es vergesse: kompetent!)

Werben Sie dann mit monatlich mindestens 6.500 Besuchern, allerdings sollten Sie das keinesfalls mit – zum Beispiel Google Analytics – belegen, denn das geht ganz schnell nach hinten los, wenn sich heraus stellt, dass die meisten Besucher Webbots und Suchmaschinen sind und die Verweildauer der „Besucher“ im Schnitt nur ein paar Sekunden währt.

Ich hoffe, Sie konnten mit dieser Kurzanleitung etwas anfangen. Aber bevor Sie mich jetzt mit „Produkttestanforderungsmails“ überschwemmen (mir reicht es auch so schon), möchte ich Ihnen meine Standardantwort darauf (man ist ja ein höflicher Mensch) gleich hier geben:

Sehr geehrte Frau/Familie Produkttester/in!

Solche Art Produkttests bringen uns leider wenig bis gar nichts. Um Olivenöl zu testen, bedarf es einer langwierigen und teuren Ausbildung oder zumindest einer langjährigen Erfahrung im Probieren von hochwertigem Olivenöl. Um also ein Olivenöl beurteilen zu können, sollte man fachlich dazu in der Lage sein. Olivenöl ist schließlich kein Gesichtspeeling (obwohl man eines daraus machen könnte), bei dem auch der Laie Wirkung und Erfolg nach der Anwendung beurteilen kann. Und ein einfaches “Schmeckt lecker!” reicht mir da nicht, ist auch für die Leser wenig hilfreich, da die Geschmäcker nun mal verschieden sind.

Sie betreiben Ihre Seite bei Blogspot (o.ä.), sind also nicht bereit, in eine eigene Seite zu investieren, was – meiner Meinung nach – für so ein Projekt nötig wäre. Ihr PageRank bei Google ist null, Ihr Alexa-Ranking liegt bei 5.607.433 (Stand von heute). Das bedeutet, dass Sie wenig bis keine Besucher auf Ihrer Seite haben. Zudem ist Ihre Seite nicht von anderen verlinkt. Also machte es für mich auch keinerlei Sinn, wenn Sie meine Seite verlinkten oder erwähnten.

Trotzdem habe ich solch einen Test schon einmal machen lassen. Man probiert ja schon mal was aus. Auf Grund dieses Tests hatte ich bis eine Woche nach Erscheinen nicht einen einzigen Besucher von der Testseite auf meiner Seite (Ich führe umfangreiche Analysen durch, habe aussagekräftige Statistiken und bin Nutzer von Google-Analytics).

Ich hoffe, Sie sind nicht allzu enttäuscht, aber: Das ist nichts für mich.

Mit freundlichen Grüßen

Mike Seeger

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und nur das Allerbeste für das Jahr 2012. Im Januar gibt es wieder Lesefutter rund um das tollste Lebensmittel der Welt: Olivenöl. Mit mehr Rezepten (mein Vorsatz für das nächste Jahr) und Geschichten rund um das „grüne Gold“.

Bis dahin,

Ihr/Euer Mike Seeger

Öliche Weihnachten

„Nun komm schon, Caspar, mach mal hinne, du hältst uns auf. Und was hast Du denn in dem Riesenpaket? Hätten ein bisschen Weihrauch und Myrrhe nicht gereicht?“

„Nein, mein lieber Melchior! Wenn schon, denn schon. Ich will mich vor dem Heiland schließlich nicht blamieren. Weihrauch und Myrrhe, pah! Kaum auf der Welt, da soll der auch schon in die Esoterikecke gedrängt werden. Nein, nein, der bekommt was Besonderes!“

„Heh, ihr beiden,“ ruft Balthasar dazwischen, „wir folgen hier dem Stern von Bethlehem. Wenn ihr weiter so trödelt, dann geht die Sonne auf, und wir stehen mitten in der Wüste, und zwar ohne Heiland.“

„Ja, ja, ich beeile mich ja schon“, sagt Caspar, „wenn ihr echte Freunde wärt, würdet ihr zumindest mal mit anpacken, dann ging’s auch schneller.“

So halfen Melchior und Balthasar Caspar mit der schweren Kiste, trotzdem war die Reise mühsam. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Stern ist, wenn man schwer zu schleppen hat. Zudem boten die drei schon ein merkwürdiges Bild, wie sie sich so abmühten mit Caspars Kiste. Irgendwie so gar nicht königlich, das Ganze. Schon weit nach Mitternacht meinte Melchior: „Sagt mal, was haltet ihr denn davon, dass der Heiland von einer Jungfrau geboren wurde? Könnte es nicht sein, dass die Maria dem Josef ein Kuckucksei unterjubeln will?“

„Ich weiß nicht, was Du meinst,“ Melchior, „schließlich handelt es sich um den Heiland, und da wird nur gejubelt, und nicht untergejubelt. Wenn Gott das so vorgesehen hat, dass sein menschgewordener Sohn durch einer Jungfrau Schoß das Licht dieser Welt erblickt, dann stellt man das nicht in Zweifel.“ sagt Caspar. „Schließlich schleppen wir uns hier nicht für einen Bastard mit den wertvollen Geschenken ab. Das ist der „König der Juden“! Sogar Herodes glaubt der Prophezeiung und lässt schon mal prophylaktisch alle Neugeborenen im Land `über den Jordan gehen´.“

„Aber was ist denn nun drin, in der Kiste, die uns hier einen Bandscheibenschaden bescheren möchte?“ fragt Balthasar, der sich aus der Diskussion um Kuckuckseier und Jungfrauenschöße erfolgreich herausgehalten, aber interessiert zugehört hat.

„Das werdet ihr erst erfahren, wenn wir dem Heiland gegenüberstehen, jedenfalls ist das nicht so ein olles Kräutergelumpe, wie ihr es anschleppen wollt.“ erwidert Caspar.

„Nun mach mal halblang, Caspar,“ sagt Balthasar, „es geht hier um die Symbolik, nicht um den schnöden Mammon. Myrrhe ist ein Heilkraut als Geschenk für den von Gott gesandten Arzt und Heiler, deswegen wird das Kind ja auch Heiland genannt, und Weihrauch ist das Geschenk für den zukünftigen Hohepriester Israels. Und was ist mit Deinem Geschenk, Caspar? Wofür steht das, außer für Rückenbeschwerden und Mühsal?“

„Das werdet ihr schon früh genug erfahren, nur so viel: Es ist das Wertvollste, was Palästina zu bieten hat, und eines Königs würdig!“

So schwiegen sie eine Weile und gingen, ab und an stöhnend, weiter, immer dem Stern von Bethlehem folgend.

Als der Morgen so langsam herauf dämmerte, stellten sie fest, dass der Stern still stand. „Was ist denn nun, stöhnte Balthasar? Wartet er auf uns, weil er Mitleid hat?“

„Quatsch!“ gab Melchior zurück. „Wir sind fast da! Genau unter dem Stern finden wir den Heiland! Endlich! Mein Iliosacralgelenk will nämlich nicht mehr lange mit deiner Kiste zu tun haben, Caspar.“

„Musst die Last halt gleichmäßig verteilen, du gehst ja auch ganz krumm – wie ein lahmes Lama.“

„Noch so ein Spruch, Caspar, und du kannst sehen, wie du deine Kiste die letzten Meter bis zum Heiland allein schleppen kannst.“

„Nun beruhigt euch doch erst einmal, wir sind ja fast da! Was soll der Heiland von uns denken, wenn wir streitend wie die weinseligen, römischen Legionäre daherkommen?“, griff Balthasar ein.

„Erstens: Für römische Legionäre passen unsere Gewänder nicht; zweitens: Ich bin ruhig; drittens: Denken? Wie soll denn so ein Neugeborenes – Heiland oder nicht – denken? Der kann vielleicht Lahme gehend machen, aber wohl noch nicht denken!“ gibt Melchior zurück.

„Na dann bist Du mit deinem komischen Gelenk, dessen Vorhandensein mir bislang völlig entgangen ist, genau bei dem Richtigen, Melchior. Lasst uns endlich den Heiland sehen, schließlich habe ich auch noch was anderes zu tun.“ erwiderte Balthasar.

„Was hast du denn zu tun? Der Heiland ist ja wohl wichtiger, als deine unbedeutenden Tätigkeiten.“ gibt Melchior zurück. „In mehr als 2000 Jahren noch wird man den Heiland verehren! Du kannst von Glück sagen, wenn man den Anfangsbuchstaben deines Namens noch in irgendwelchen hinterwäldlerischen Gegenden an den Türstock malt!“

„Ja, ja,“ sagt Caspar, „ihr werdet schon sehen. Wenn der Heiland mein Geschenk bekommen hat, dann wird das Einzug halten in die Geschichte der Menschheit. Mein Name wird gleich nach seinem genannt werden. Man wird dieser Begebenheit ein großes Kapitel in der Dings, ähh, wie heißt es noch gleich, komme nicht drauf – egal, ich nehme mal ein Fantasiewort dafür – in der Bibel widmen, jawohl!“

So kamen sie nun an ein heruntergekommenes Gebäude, das doch sehr an einen Stall erinnerte. Genau über diesem stand der Stern von Bethlehem.

Weihnachtskrippe

Bild: wikipedia.de/AxelR unter cc-Lizenz

„Ey, will der uns jetzt veräppeln? In dieser Baracke soll der König der Juden, der Heiland geboren worden sein? Kann das denn sein?“ fragte Melchior die anderen beiden.

„Glanz ist in der kleinsten Hütte!“ sprach Caspar, „Kommt, lasst uns hineingehen.“

Und so klopften Sie denn an, und betraten den kleinen Raum, in dem sich der Heiland befinden sollte. Das erste, was sie sahen, war aber nicht der Heiland, sondern ein Esel, der genau vor ihnen mit den Hufen scharrte.

„Das isser nicht.“ sagte Melchior, und Kaspar erwiderte nur: „Blödmann!“

Sie gingen um den Esel herum und bemerkten neben einem Ochsen eine Futterkrippe mit Stroh und einem Tuch darin. Obenauf lag ein Säugling, der mit wachen Augen durch die Gegend schaute, und der von einem wundersamen Leuchten umgeben war. Ihm zur Seite standen, blöd grinsend, eine Frau und ein Mann, die den Blick nicht von dem Säugling lassen konnten, dem alle Aufmerksamkeit galt.

„Das muss der Heiland sein!“ sprach Melchior, kniete nieder und brachte dem Kind sein Geschenk, den Weihrauch dar, den die Mutter, nachdem er sich mehrmals laut räuspernd bemerkbar machen musste, dankend annahm. Auch Balthasar, der vorher mit Caspar die Kiste absetzte, kniete nun vor der Krippe, und bot dem Kindlein sein Geschenk an, die Myhrre, die Josef, stellvertretend für Gottes und nicht seinen Sohn, entgegen nahm.

Derweil fummelte Caspar an seiner Kiste herum, und versuchte – bislang vergeblich – sie zu öffnen. Endlich gab der Deckel der Kiste nach und ließ sich anheben. Sichtlich neugierig lugten Melchior und Balthasar in die Kiste, welche Ihren Inhalt nur den dreien preisgab. Amphoren aus Ton, mit Korken und Wachs verschlossen, vier Stück an der Zahl, jede mindestens fünf Liter fassend. Aber mit was?

Caspar nahm eine Amphore heraus, kniete sich vor dem Heiland nieder und fragte Maria: „Wie heißt denn dein Sohn nun eigentlich?“

„Jesus.“ antwortete Maria.

„Ach, Jesus? Nicht Kevin oder Ronnie?“

„Nein, Jesus!“

„OK, auch gut. Dann, lieber Jesus, nimm diese Gabe entgegen, den ganzen Stolz unseres Volkes,“ und dann ganz andächtig: „das grüne Gold! Olivenöl! Extra jungfräulich, wie Deine Mutter! Das Wertvollste, was das Volk Palästinas dir geben kann!“

„Olivenöl?“ meldete sich erstmalig Josef zu Wort. „Was soll unser Sohn (Unser Sohn, pffft! Anmerkung der Redaktion) denn mit Olivenöl?“

„Heilen,“ rief Caspar, „und den Menschen den wundervollen Geschmack des Olivenöls vermitteln, die pflegenden Eigenschaften für die Haut erklären und letztlich, den Frieden für die Menschen bringen!“

„Das alles soll Olivenöl vermögen?“ fragte Josef.

„Ja,“ erwiderte Caspar, „sogar wenn man nicht daran glaubt!“

Rote-Bete-Ravioli mit Gedöns …

… manch einer (meistens ich) sagt dazu auch „Rote-Bete-Ravioli mit winterlichen Blattsalaten, Stremel-Lachs, Himbeer-Vincotto, Balsamico und Olio Novello Sole di Sicilia“. Und er (also ich) hätte Recht.

Rote-Bete-Ravioli mit winterlichen Blattsalaten, Olio Novello, Himbeer-Vincotto, Balsamico und Stremel-Lachs

Nachdem ich als Kind quasi abstinent gelebt habe, zumindest was Rote Bete angeht, habe ich dieses Gemüse seit ein bis zwei Jahren neu für mich entdeckt. Vielleicht lag die Abstinenz ja an der Zubereitung dieser Bodenfrüchte; meist kamen sie als Salat daher, wellenmustrige Scheiben in einer Soße aus billigem Essig, Wasser, Salz, Zucker und noch billigerem Öl. Weiterlesen

Rot, weiß und viel zu intensives schwarz

Das war mein kleines Menü gestern. Bestehend aus Suppe und Hauptgang, und letzterer hatte es in sich. Intensive Aromen wollte ich, und habe mehr bekommen als geschmacklich zu bewältigen wir in der Lage waren. Davon weiter unten.

Als Suppe gab es – passend zu der Jahreszeit – eigentlich zwei; aber auf einmal. Nämlich eine Sellerierahmsuppe mit Calvados und Olio Novello, und eine Rote-Bete-Suppe mit Streifen von geräucherter Gänsebrust und Meerrettichraspeln. Beide in einem Suppenteller nebeneinander, ohne zu verlaufen. Hat gut geklappt und – wichtiger – sehr gut geschmeckt. Empfehle ich zur Nacharmung. Statt der Gänsebrust zur Rote-Bete-Suppe, können Fischliebhaber auch geräuchertes Forellenfilet oder Räucheraal nehmen. Ich mag ja nichts, was aus dem Wasser kommt, außer Halle Berry in diesem James-Bond-Film “Stirb an einem anderen Tag”. Weiterlesen

Tunesischer Orangenkuchen mit Olivenöl

Backen und ich, das geht eigentlich schon lange nicht mehr. Zumindest nichts Süßes. Denn ich esse keinen Kuchen; zumindest nicht oft, vielleicht einmal im Jahr, manchmal nicht einmal das. Da ich aber vermute, dass einige Leser gerne Süßes konsumieren, und ich in der Zeitschrift “Kulinarisch durch Tunesien” ein sehr schönes Kuchenrezept entdeckt habe, machte ich eine Ausnahme und backte.

Rezept für Orangenkuchen

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