Eine Hausschlachtegeschichte

Die Geschichte der Wurst, ist eine Geschichte voller Missverständnisse …

Wurst materialisiert nicht wunderbarer Weise im Supermarktregal oder in der Schlachtertheke. Sie wird aus Tieren hergestellt. Toten Tieren! Um Wurst essen zu können, müssen Tiere sterben. So ist eine Hausschlachtung keine romantisch verklärte Geschichte, sondern das Töten und Zerkleinern eines Schweins, und die Verwertung aller Gliedmaßen, inklusive Schwarten und Knochen.
Zart besaitete Gemüter haben bei einer Hausschlachtung nichts verloren, ihnen könnte schlecht werden. Sie äßen wahrscheinlich kein Stück von der schönen Wurst, würden gar zum Vegetarier.

Sie möchten wissen, wie die Geschichte weitergeht? Na gut! Aber auf eigenes Risiko!

  • http://www.anonymekoeche.net Claudio

    The real shit – maximum Respekt, Mike!

  • http://www.wohl-bekomms.info Friedel

    Das ist die Realität – und zwar noch eine gute, handwerkliche. Wer die nicht aushalten kann, sollte konsequent sein und tatsächlich zum Vegetarier werden. Zum Wissen über Lebensmittel gehört, dass man einmal auf einem Schlachthof war. Wer lecker Schnitzel essen will, sollte sich auch anschauen, was nötig ist, bis das Fleisch schön portioniert in der Metzgertheke liegt. (Erinnert mich übrigens an meine Kindheit, wo jährlich ein bis zwei Wuzzen per Hausschlachtung in die Vorratskammer wanderten. Ich habe meistens ein paar Tränen verdrückt. Nicht, weil es so brutal war, sondern weil ich jedes Tier beim Namen nannte, die Schweinchen über Monate mit Leckerbissen aus dem Haushaltsabfall meiner Mutter gefüttert hatte und dadurch oft ein inniges Verhältnis zu Ihnen gewachsen war. Die Hausmacher Leberwurst hat mir dann aber doch immer geschmeckt! Waren das noch Zeiten! – es grüßt Dich Friedel