Moderne Olivenölherstellung in Tunesien

Die Firma Olives et Oliviers in Tunesien stellt in einer modernen Ölmühle bestes Olivenöl her. Die Olivenhaine mit Koroneiki-, Arbosana- und Arbequina-Oliven werden maschinell abgeerntet und umgehend in der Mühle verarbeitet. Es ensteht so ein polyphenolreiches Olivenöl der ersten Güteklasse. Durch die maschinelle Verarbeitung wird sehr viel Zeit gespart – so können alle Oliven zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet werden.

Olives et Oliviers from A Vos Marks on Vimeo.

Die Deutsch Tunesische Industrie- und Handelskammer bemüht sich sehr um die Vermarktung tunesischer Erzeugnisse in Deutschland. Dies wäre eines der tunesischen Öle, die für das Olivenölkontor infrage kämen. Ich bin sehr gespannt auf die Verkostung.

  • http://www.alisseos.de Alisseosd

    Kritische Anmerkung mit einem Ausschnitt aus :
    DER SPIEGEL 3/2012 vom 16.01.2012
    Zum Thema : Welternährung: Interview mit dem Chef der Uno-Landwirtschaftsorganisation FAO, José Graziano da Silva, über die Macht der Spekulanten

    “„….das Entscheidende ist der Zugang zu Nahrung – oder zu dem Land, damit die Leute ihr Essen kaufen oder produzieren können….“
    „….. Wir befinden uns in einem Transformationsprozess. Seit der sogenannten Grünen Revolution Ende der fünfziger Jahre haben wir eine Hochleistungslandwirtschaft mit industriellen Mitteln betrieben. Wir haben Dünger, Pestizide und Maschinen eingesetzt, ohne Rücksicht auf die Nebenwirkungen. Heute wissen wir, dass vieles unnötig ist und nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Die Monokulturen führen zu Bodenerosion, ausgelaugten Äckern, Überdüngung und vergiftetem Grundwasser……“
    „….Wir brauchen eine nachhaltige, regional angepasste Landwirtschaft. In tropischen Ländern zerstört das industrielle Pflügen die Humusschicht der Böden….“
    „….Diese Veränderung hin zu kleinbäuerlicher und lokaler Anbauweise ist ein globales Zukunftsthema…. Die Verbraucher müssen sich ändern. Wir brauchen eine neue Art des Konsums – der Umwelt wie unserer Gesundheit zuliebe……”

  • http://olivenoelblog.com Mike

    Im Grunde ja richtig, Dagmar. Aber so ganz hat das mit dem Beitrag ja nicht zu tun. Wie man in dem Video schön sehen kann, werden die Haine von Hand gepflegt. Es wird nur maschinell geerntet. Der Markt verlangt nach preiswertem, aber qualitativ hochwertigem Olivenöl. Wenn auf Grund der regionalen Lage so gearbeitet werden kann, dann ist das Ergebnis ein gutes und trotzdem preiswertes (nicht billiges) Olivenöl. Dass dabei die dringend benötigten Arbeitsplätze auf der Strecke bleiben, ist – wie auch die Monokultur – die Kehrseite der Medaille. Es wird aber immer beides geben: die kleinbäuerliche und diese Art der Landwirtschaft.
    Es gibt in Tunesien auch sehr viele kleine Olivenölhersteller, auch Bioöle werden dort produziert. Nur leider oft immer noch mit traditionellen Steinmühlen. Das Ergebnis ist dann suboptimal, Bio hin oder her. Ich hatte hier schon Prospekte, in denen voller Stolz auf die Produktion verwiesen wurde; zu sehen waren dann auf den Fotos oxidierter Olivenbrei in offenen Knetwerken. Solch ein Öl möchte ich nicht handeln. Falls ich es zur Biofach nach Nürnberg schaffe, treffe ich dort eine Mitarbeiterin der Deutsch Tunesischen Industrie- und Handelskammer, mit der werde ich dann ein wenig diskutieren. Sie kann sicherlich Auskunft über die Landwirtschaft dort erteilen.

  • Pingback: Kreisch vor Glück! | Olivenoelblog()