Fertige Salatdressings? Nein danke!

Die Angebote sind vielfältig, der Geschmack meistens enttäuschend: Dressings auf Essig-Öl-Basis als Fertigdressing. Entweder benötigt man Emulgatoren, damit sich der Essig mit dem Öl zu einer Sauce verbindet, oder man muss die Flasche gut schütteln, bevor man seinen Salat beträufelt. Die Inhaltsstoffe sind meist minderwertig, wie der niedrige Preis deutlich macht. Wer will so etwas ernsthaft über seinen Salat plötern?

In loser Folge stelle ich hier ein paar Salatdressings vor, die mit wenigen Handgriffen und mit hervorragenden Produkten schnell zubereitet sind. Der Frühling liegt in den Startlöchern, der “Salatjieper” macht sich schon bemerkbar. Als Grundrezept für ein Essig-Öl-Dressing kann man sich merken: ein Teil Essig, drei Teile bestes Olivenöl, Meersalz und Pfeffer, frisch gemahlen. Ich bevorzuge den schwarzen, der hat mehr Aroma. Allein dieses Dressing lässt sich mit dem Wechsel der Zutaten belibig variieren. Balsamico statt Rotweinessig/Weißweinessig, oder eine Mischung aus beiden. Ein eher fruchtiges, oder ein milderes Olivenöl. Etwas weniger Olivenöl, dafür ein Löffel Joghurt; oder etwas Gemüsefond.

Bildquelle: clipdealer Weiterlesen

Besuch einer Olivenölmühle in der Toskana

Im letzten Jahr im September durfte ich eine Olivenölmühle in der Toskana, Bibbona, besuchen. Natürlich ist im September noch kein Betrieb, der ging erst am 15. Oktober los. Allerdings hatte man so Zeit, mich überall herumzuführen, und ich durfte auch zwei Öle probieren.

Olivenölmühle mit Metallmessern zum Zerkleinern der Oliven.

Da es nun etwas langweilig würde, zeigte ich nur die paar Fotos, habe ich gleich über die Produktion eines Qualitätsolivenöls geschrieben, und zwar hier.

Was nicht in dem Artikel steht, dass man in der Mühle, die mit einigen Patenten gesegnet ist, auch ein Patent angemeldet wurde, in dem ein Verfahren erfunden wurde, aus den Pressrückständen, insbesondere aus dem Fruchtwasser (schwarzes Wasser, sagte man mir) die meisten Polyphenole zu extrahieren. Diese werden dann zu Cremes verarbeitet, die zum Beispiel sehr gut bei der Wundheilung helfen, und natürlich auch der Hautpflege dienen. Da bleibe ich mal am Ball, in diesem Jahr möchte ich gerne wieder dort hin, da ich auch einige Öle für das Olivenölkontor importieren will. Die waren nämlich spitze!

Moderne Olivenölherstellung in Tunesien

Die Firma Olives et Oliviers in Tunesien stellt in einer modernen Ölmühle bestes Olivenöl her. Die Olivenhaine mit Koroneiki-, Arbosana- und Arbequina-Oliven werden maschinell abgeerntet und umgehend in der Mühle verarbeitet. Es ensteht so ein polyphenolreiches Olivenöl der ersten Güteklasse. Durch die maschinelle Verarbeitung wird sehr viel Zeit gespart – so können alle Oliven zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet werden.

Olives et Oliviers from A Vos Marks on Vimeo.

Die Deutsch Tunesische Industrie- und Handelskammer bemüht sich sehr um die Vermarktung tunesischer Erzeugnisse in Deutschland. Dies wäre eines der tunesischen Öle, die für das Olivenölkontor infrage kämen. Ich bin sehr gespannt auf die Verkostung.

In eigener Sache: Olivenölkontor relaunched

Irgendwann hat man einfach genug. Genug von “gewachsenem” Layout, welches durch die Vielfalt der Informationen einfach nur unübersichtlich geworden ist; genug von den kleinen Fehlerchen, die sich mit der Zeit häufen; genug von den nicht automatisiert auszuführenden Updates; genug auch von Bestellabbrüchen, weil das System wieder einmal spinnt.

So habe ich entschieden, mich vom alten System zu trennen und etwas völlig Neues zu machen. Die Rede ist von meinem Steckenpferd, dem Olivenölkontor. Nun ist es so, dass dieses Hobby – was anderes war es bis vor ein paar Jahren nicht für mich – zum Beruf geworden ist, und das mit stetig steigenden Umsätzen. Welche Branche kann das schon von sich behaupten, außer der der Insolvenzverwalter. Auch rechtlich hat sich im Omlineverkauf einiges getan, und das alte Shopsystem war nicht in der Lage, dem Rechnung zu tragen.

www.olivenoelkontor.de

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Eine Seuche zieht durch’s Web

Sie haben zu viel Zeit? Sie haben eine Digitalkamera? Sie sind Endverbraucher? Dann werden Sie doch Produkttester! Einfacher können Sie kaum Ihre Vorräte an Nützlichem und Unnützem füllen. Einfach eine Mail an diverse Firmen schicken, darin um Produkte für einen Test bitten und abwarten, was der Postbote so ins Haus schickt. Völlig kostenlos – und völlig umsonst; das wissen aber die meisten Firmen noch nicht, die sich blauäugig von angeblichen Blogstatistiken blenden lassen.

Wie funktioniert’s?

Ganz einfach: Sie besorgen sich einen kostenlosen (Sie wollen ja keine Kosten produzieren, sondern Produkte abgreifen) Blogaccount, z. B. bei Blogspot oder WordPress, den Sie anschließend mit hübschem oder weniger hübschem Bildhintergrund personalisieren, einen witzigen oder einfach nur süßen Blognamen (shoppingprincess, sternchentest o. ä. Bescheuertes) wählen, stellen sich dort als (wichtig!!!) kompetenten Produkttester vor, und „testen“ erst mal ein Produkt aus eigenem Bestand für den Anfang. Beispielsweise eine Packung Kekse, ein Handy, einen Korkenzieher oder die neueste Slipeinlage. Egal was, Hauptsache kompetent darüber ein paar Zeilen in den Blog seiern, Foto(s) dazu, immer positives Fazit ziehen, fertig! Dann ganz viele Firmen über das Web suchen, anschreiben, sich dort als Produkttester allererster Güte vorstellen und um Produkte zum Testen bitten. Zum Beispiel so: „Wir würden uns über eine Zusage sehr freuen und wenn wir Sie überzeugt haben sollten (mit was denn bitte???), dann senden Sie doch einfach ein paar Testpakete (nur eines wäre ja langweilig) an: Adresse.“ (Hier testet gleich die ganze Familie seit Juli 2011, mit Google PageRank von 0 und dem immer beliebter werdenden Apostroph bei der Bildung des Plurals, liest sich dann „Produkttest’s“) Oder so: „Mit vielen Unternehmen und Produkttester-Seiten durfte ich schon erfolgreich zusammen arbeiten, wie Sie auch dem Archiv auf meinem Blog entnehmen können und habe mich somit schon im Internet als erfahrener Produkttester etabliert.“ (online seit Mai 2011, PageRank 1, 21 Jahre alt; ach ja, ehe ich es vergesse: kompetent!)

Werben Sie dann mit monatlich mindestens 6.500 Besuchern, allerdings sollten Sie das keinesfalls mit – zum Beispiel Google Analytics – belegen, denn das geht ganz schnell nach hinten los, wenn sich heraus stellt, dass die meisten Besucher Webbots und Suchmaschinen sind und die Verweildauer der „Besucher“ im Schnitt nur ein paar Sekunden währt.

Ich hoffe, Sie konnten mit dieser Kurzanleitung etwas anfangen. Aber bevor Sie mich jetzt mit „Produkttestanforderungsmails“ überschwemmen (mir reicht es auch so schon), möchte ich Ihnen meine Standardantwort darauf (man ist ja ein höflicher Mensch) gleich hier geben:

Sehr geehrte Frau/Familie Produkttester/in!

Solche Art Produkttests bringen uns leider wenig bis gar nichts. Um Olivenöl zu testen, bedarf es einer langwierigen und teuren Ausbildung oder zumindest einer langjährigen Erfahrung im Probieren von hochwertigem Olivenöl. Um also ein Olivenöl beurteilen zu können, sollte man fachlich dazu in der Lage sein. Olivenöl ist schließlich kein Gesichtspeeling (obwohl man eines daraus machen könnte), bei dem auch der Laie Wirkung und Erfolg nach der Anwendung beurteilen kann. Und ein einfaches “Schmeckt lecker!” reicht mir da nicht, ist auch für die Leser wenig hilfreich, da die Geschmäcker nun mal verschieden sind.

Sie betreiben Ihre Seite bei Blogspot (o.ä.), sind also nicht bereit, in eine eigene Seite zu investieren, was – meiner Meinung nach – für so ein Projekt nötig wäre. Ihr PageRank bei Google ist null, Ihr Alexa-Ranking liegt bei 5.607.433 (Stand von heute). Das bedeutet, dass Sie wenig bis keine Besucher auf Ihrer Seite haben. Zudem ist Ihre Seite nicht von anderen verlinkt. Also machte es für mich auch keinerlei Sinn, wenn Sie meine Seite verlinkten oder erwähnten.

Trotzdem habe ich solch einen Test schon einmal machen lassen. Man probiert ja schon mal was aus. Auf Grund dieses Tests hatte ich bis eine Woche nach Erscheinen nicht einen einzigen Besucher von der Testseite auf meiner Seite (Ich führe umfangreiche Analysen durch, habe aussagekräftige Statistiken und bin Nutzer von Google-Analytics).

Ich hoffe, Sie sind nicht allzu enttäuscht, aber: Das ist nichts für mich.

Mit freundlichen Grüßen

Mike Seeger

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und nur das Allerbeste für das Jahr 2012. Im Januar gibt es wieder Lesefutter rund um das tollste Lebensmittel der Welt: Olivenöl. Mit mehr Rezepten (mein Vorsatz für das nächste Jahr) und Geschichten rund um das „grüne Gold“.

Bis dahin,

Ihr/Euer Mike Seeger

Tunesischer Orangenkuchen mit Olivenöl

Backen und ich, das geht eigentlich schon lange nicht mehr. Zumindest nichts Süßes. Denn ich esse keinen Kuchen; zumindest nicht oft, vielleicht einmal im Jahr, manchmal nicht einmal das. Da ich aber vermute, dass einige Leser gerne Süßes konsumieren, und ich in der Zeitschrift “Kulinarisch durch Tunesien” ein sehr schönes Kuchenrezept entdeckt habe, machte ich eine Ausnahme und backte.

Rezept für Orangenkuchen

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Argentinisches Olivenöl von Porsche

Ist ja eigentlich eine nette Idee, die sich der Autohersteller hat einfallen lassen. Um weitere argentinische Krösusse mit ihren schnittigen Sportwagen beliefern zu können, kaufen sie erst mal Olivenöl und Wein im Land ein.

Nur frage ich mich, was Porsche mit dem Olivenöl anstellt. Als Schmiermittel für Benzinmotoren ist es sicher nicht geeignet. Auch ist das Volumen des Einkaufs (acht Millionen Euro) so hoch, dass schon eine Logistik für den Vertrieb bestehen muss. Ich bin gespannt, wo ich das Olivenöl entdecken werde. Vielleicht schickt mir Porsche ja auch eine Probierflasche. Argentinisches Olivenöl hatte ich noch nicht.

Schlaganfall? Nein danke!

Olivenöl ist immer noch Bestandteil vieler Forschungsprojekte und Untersuchungen. So haben jetzt französische Forscher in einer Studie herausgefunden, das der vermehrte Verzehr von Olivenöl (zum Braten, Backen und über dem Salat) das Schlaganfallrisiko bei älteren Menschen um mehr als 40 % verringern kann.

Eine gute Nachricht für alle, die die Angst vor Schlaganfällen umtreibt. Entweder, weil in der Familie solche vorkamen, oder weil man zur Risikogruppe gehört, z.B. wegen Übergewichts. Es ist natürlich schwer, Menschen zum Umdenken zu bewegen, die in ihrem Leben noch kein, oder nur wenig Olivenöl zu sich genommen haben. Wie in unserem kleinen Dörfchen beispielsweise. Hier ist dann raffiniertes Pflanzenöl und Schweineschmalz das Fett der Wahl. Wobei, nichts gegen Schweineschmalz! Nur kann man auch mit Olivenöl braten, und aufs Brot geträufelt mit etwas Salz schmeckt auch Olivenöl hervorragend. Wer, wie ich, Olivenöl als Hauptfettquelle nutzt, verringert also das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden beträchtlich.

Anhand der Blutwerte manifestierte sich ein möglicher Schutzeffekt noch deutlicher: Diejenigen mit den höchsten Ölsäure-Werten hatten ein um 73 Prozent geringeres Risiko als diejenigen mit den niedrigsten Werten.

Latzimas Olivenöl Extra Nativ aus Kreta

Wer nun den exzessiven Verzehr von Olivenöl plant, dem kann natürlich geholfen werden! Wie wäre es mit einem guten Olivenöl Extra Nativ “Latzimas” aus Kreta? Der 5-Liter-Kanister bietet mit einem Preis von nur 6,67 € pro Liter nicht nur ein günstiges, sondern auch ein wohlschmeckendes und der Gesundheit förderliches Olivenöl. Man füllt sich einfach die täglich benötigte Menge ab, verschließt den Kanister wieder und stellt ihn kühl (allerdins nicht in den Kühlschrank!!!). Innerhalb vier Wochen sollte das Öl aufgebraucht sein.

“PET-Shop-Boys” mit Olivenölfüllung

Ohne mich! Nicht nur, dass ich die Pet-Shop-Boys mit ihrem seichten Gesinge nicht mag, auch Olivenöl in PET-Flaschen sind absolutes “No-Go”!

Warum? Weil noch so gutes Olivenöl in diesen Flaschen innerhalb kürzester Zeit seine Qualität einbüßt. Nach neuesten Erkenntnissen enthalten die Flaschen zwar keine Weichmacher, dafür aber sind sie nicht ganz dicht. Das heißt, Gasundicht. Was wiederum heißt, dass Sauerstoff von außen in die Flasche eindringen kann. Der schnelle Tod für jedes Olivenöl. Dazu kommt, dass PET-Flaschen im Laufe der Zeit Acetaldehyd in die Flüssigkeiten abgeben, was zum einen gesundheitsschädlich und zum anderen geschmacksverändernd (weiniger Geruch und Geschmack) wirkt. Ein weiterer Stoff, der in Flüssigkeiten nachgewiesen werden konnte die in PET-Flaschen gelagert wurden, ist der chemische Stoff Antimon, welcher auch mit Vorsicht zu genießen ist. Damit ist es aber noch nicht genug, denn auch östrogenhaltige Substanzen wurden in Getränken aus PET-Flaschen gefunden. Da in den Schadstoffen für Lebensmittel keine Grenzwerte für Hormonbelastungen festgesetzt sind, kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung bei einer Stellungnahme am 16. März 2009 zu dem Thema zu dem Schluss, dass für die Verbraucher keine Notwendigkeit besteht, auf Mineralwasser aus PET-Flaschen zu verzichten. Ich komme jedoch zu dem Schluss, dass ich im Sinne meiner Kunden handele, wenn ich Olivenöl in PET-Flaschen nicht handele.

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