Andreas März über Olivenöl

Tradition kann Reichtum sein. Auf schlechten Traditionen zu bestehen, heißt jedoch, den Fortschritt zu verpassen. Schlechte Traditionen bei der Ernte und der Verarbeitung stellen vor allem in alten Produktionsgebieten ein hartnäckiges Problem dar. Während die neuen Olivenölproduzenten in Übersee stets die frischesten Erkenntnisse und die modernste Technologie für Anbau und Extraktion anwenden, entschuldigt man in den klassischen Anbaugebieten schlimme Rückständigkeit mit Tradition.

Andreas März, Merum, Dossier Olivenöl

Ein lesenswerter Text über mein Lieblingslebensmittel steht in dem Dossier Olivenöl aus dem Verlag Merum. Verfasser ist Andreas März, selbst Olivenölhersteller und Verfechter absoluter Olivenölqualität. Wer sich wirklich ernsthaft mit Olivenöl beschäftigt – ob als Konsument oder als Verkäufer – sollte sich diesen Text mehrmals durchlesen, anschließend seine „Olivenölpräferenzen“ kritisch hinterfragen, und sich von der Olivenölromantik alter Ölmühlen und von buttrigen Olivenölen verabschieden.

Sauer, mal gar nicht lustig

Wer sich mit Küche, Kochen und den diversen Zutaten beschäftigt, der sollte doch ein wenig recherchieren, bevor er sich dermaßen blamiert. Da bin ich doch via Genussblogs über einen Beitrag gestoßen, der mich das Gruseln lehrte. Noch dazu scheint der Beitrag völlig ernst gemeint zu sein. Worum geht’s? Um Kräuteressig. Hergestellt aus – nun ja, in meinen Augen Putzmittel. Essigessenz, man stelle sich das vor, als Basis für einen Kräuteressig. Dem Autor schmeckt es, weil er annimmt, es handele sich um ein ehrliches, wenn auch industrielles Produkt (Weinessig werde ja auch im industriellen Maßstab hergestellt). Essigessenz ist aber reine Chemie. Hergestellt durch Oxidation von Acetaldehyd im Beisein von Mangan, oder der Synthetisierung von Methanol mit Kohlendioxid. Gärung oder sonstige biologische Prozesse finden nicht statt. Die Essenz hat auch keinen Geschmack, sie ist nur sauer. Das war’s. Mit Wasser verdünnt, Kräuter nach Wahl hinein, und schon ist der Billigkräuteressig fertig. Mich graust immer noch. Auf diese Art Feinschmeckerei möchte ich dann doch gerne verzichten; nur so viel noch: In einigen Ländern ist Essigessenz nicht zum Verzehr zugelassen, ich nehme es als Unkrautvernichtungsmittel auf dem Hofpflaster – ohne Kräuterzusatz.

Der Patriarch – 1

GeckoUnter der Arkade am Tisch mit der Granitplatte saß der Alte und schnitt eine Fleischtomate in zwei Hälften. Auf den drei Scheiben des drei Tage alten Ciabatta zerrieb und zerquetschte er ein Tomatenhälfte, bis fast nichts von der Tomate übrig war. Ein Gecko, circa einen halben Meter über ihm an der Wand hockend, sah ihm scheinbar fasziniert zu. Der Alte griff nach dem Meersalz, das ein Freund ihm aus Sizilien geschickt hatte, edles Fiore di Sale aus Trapani, und würzte die bestrichenen Brotscheiben. Dann goss er etwas Olivenöl darüber. Das Öl stammte von seinem Nachbarn Guido. Geschmacklich etwas besser gelungen, als sein eigenes. Was er natürlich niemals zugeben würde. Er hatte sich auf ein Experiment eingelassen, und in diesem Jahr die Leccino-Oliven weggelassen, und nur Frantoio, Moraiolo und Pendolino extrahiert. Nun war ihm das sortenreine Leccino zu mild, und seine neue Mischung zu kräftig. Beide zwar von ausgezeichneter Qualität, aber nicht sein Geschmack. Er hatte trotzdem fast alles verkauft. Herzhaft biss er in die erste Brotscheibe und kaute mit halb geschlossenen Augen. Herrlich, dachte er, was braucht man mehr?
Motorengeräusch näherte sich, ein Auto kam den Feldweg zu seinem Häuschen herauf und hielt unter einer der zwei Pinien an, die vor seiner Terrasse standen. Ein Mann entstieg dem 3er BMW und ging auf ihn zu. „Papa! Wann lässt Du endlich den Feldweg machen? Man muss höllisch aufpassen, dass man sein Auto nicht beschädigt.“ Der Alte schaute ihn an. „Wer mich besuchen möchte, wird diese kleine Unannehmlichkeit gerne in Kauf nehmen, sogar der greise Beau von Präsident kommt ohne Murren zu Besuch. Du kommst mich nicht gern besuchen?“ „Natürlich komme ich gern. Vergiss, was ich gesagt habe, ich hatte nur Angst um mein Auto. Ich hätte ja auch den Geländewagen nehmen können, ich hab nicht nachgedacht.“ Wäre er noch jünger gewesen, hätte er „Deine Spezialität“ oder ähnliches gesagt, so schwieg er nur und wartete, was sein Sohn zu berichten hatte. Dieser schaute auf die Olivenölflasche des Nachbarn, sagte aber nichts dazu. Die Zikade, die bis eben geschwiegen hatte, nahm ihr Lied wieder auf. Sie musste in einer der Pinien sitzen, war aber nicht zu sehen. Dafür um so lauter zu hören.
„Papa, es waren zwei Vertreter einer Handelskette aus Deutschland da, die 300.000 Halbliterflaschen mit eigenen Etiketten kaufen wollen, wir stünden nur als Hersteller und Abfüller auf den Etiketten. Pro Flasche wollen sie 2,32 € zahlen.“ „Und was sollen wir deiner Meinung nach da reinfüllen für den Preis? Schweinepisse?“ „Ich dachte eher an das Leccino-Öl, das ist sowieso nicht so geworden, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Er sagte „wir“ obwohl es die alleinige Idee und Entscheidung seines Vaters war. „Nur, weil es unseren geschmacklichen Ansprüchen nicht genügt, werden wir unser Öl nicht verramschen. Zudem habe ich es schon den Japanern versprochen, für acht Euro pro Liter. Jage also diese Tedesci vom Hof und sage ihnen, sie sollen sich ihr Angebot dahin schieben, wo die Sonne nicht hin scheint.“ Es lagern zwei Tonnen des Leccino-Öls in den Stahltanks neben der hauseigenen Ölmühle, luftdicht und mit Stickstoff aufgefüllt, damit der Sauerstoff nicht an das Öl kommt, bereit zum Abfüllen, für wen auch immer.
„Papa! du hättest mir das sagen müssen, schließlich leite ich die Firma!“ „Mein Sohn,“ sagte er „du kannst alles essen,“ und bot ihm von seinem Ciabatta an, „aber nicht alles wissen. Der Anruf kam erst vor ein paar Minuten, ich hätte es dir schon noch mitgeteilt.“ Er hatte seinem Sohn Carlo zum 30sten Geburtstag 49% der Firmenanteile überschrieben, und ihn zum Direktor gemacht, das war vor eineinhalb Jahren. Die großen Geschäfte machte aber immer noch er, auch die Preisverhandlungen. Aus gutem Grund: Er hatte nicht nur acht Euro für das Öl verlangt, sondern acht Euro plus 50 Cent. Die 50 Cent landeten, ohne in irgendwelchen Büchern aufzutauchen auf seinem Konto in Liechtenstein, von dem nur er selbst und sein bester Freund Claudio wussten, Familienanwalt seit über 40 Jahren. Fast jedes Geschäft wickelte er so oder ähnlich ab, zumindest die mit Italienern, Japanern, Schweizern und Amerikanern. Bei den Deutschen war nichts zu machen. Die hatten zu viel Angst vor dem Finanzamt. Mit einem Teil des Geldes kaufte er über eine Briefkastenfirma namens „Genco Pura Olive Oil Ltd“ in England (Er liebte die Filme von Coppola, die `Paten-Trilogie´) auf Sizilien Olivenhaine und Weinberge. Auch ein kleines Landgut hatte er – ganz offiziell – gekauft, im Südwesten Siziliens, bei Campobello di Mazara (möglichst weit vom Ätna weg, man kann ja nie wissen), wo er die Wintermonate verbrachte, nachdem die Oliven- und Weinernte abgeschlossen waren. So entkam er dem toskanischen Winter, der schon unangenehm werden konnte.
„Papa, wann lässt du mich endlich die Firma so leiten, wie ich es für richtig halte?“ „Wenn ich glaube, dass du dazu fähig bist, mein Junge. Wir haben Kontakte in die ganze Welt, und du kommst mit so einer stupidaggine daher, als wenn unser Öl der letzte Mist wäre. Manchmal glaube ich, du hast die letzten Jahre nichts dazu gelernt!“ Carlo fing an zu grinsen. „Papa, ich wollte doch nur dein Gesicht sehen, wenn ich dir von den beiden Tedesci erzähle. Natürlich hab ich das Angebot dankend abgelehnt. Die waren kaum drin, im Büro, schon waren sie wieder draußen. Noch nicht mal einen Espresso haben sie bekommen. Allerdings glaube ich, ich hätte bei den Japanern mehr rausschlagen können, Fujino ist ein guter Freund.“ „Eben, gerade weil er ein guter Freund ist, würde ich ihn nicht übervorteilen. Er nimmt die zwei Tonnen komplett, und zahlt die Fracht und die Versicherung. Das ist ein gutes Angebot für meinen kläglichen Versuch, das beste toskanische Olivenöl herstellen zu wollen.“ Allein der Respekt vor seinem Vater ließ ihn sich das Grinsen verkneifen. Er wusste, dass sein Vater immer wieder versuchen würde, das beste Olivenöl der Toskana, ach was, der Welt herzustellen. Nur wunderte ihn seit ein paar Jahren schon, dass, egal wie Ernte von Oliven und Wein ausfielen, der Alte es immer wieder schaffte, seine Erzeugnisse äußerst gewinnbringend zu veräußern. Er durfte zwar die Geschäftsabschlüsse tätigen, ausgehandelt hatte sie aber der Alte. Machten die Nachbarn ringsum Minus, war die Podere Etrusca erfolgreich. Viele andere Podere waren schon in dem Besitz der Podere Etrusca aufgegangen, weil sein Vater die Betriebe gekauft hatte. Die ehemaligen Besitzer blieben sogar auf ihren Höfen, arbeiteten zukünftig aber für den Alten, nach seinen Vorgaben, was den Wein und das Öl anging. Alles wurde straff organisiert, sodass es den ehemaligen Gutsbesitzern oft finanziell besser ging als vorher, was sie wiederum zu noch besseren Leistungen anspornte. Die Produkte der Podere Etrusca waren in der ganzen Welt bekannt für ihre gute Qualität, gewannen Preise, waren bei allen Verkostungen und Paneltests immer unter den Besten und fanden sich in fast jedem Feinkostgeschäft in Europa und Amerika.
Was der Junior nicht wusste, dass viele der großen Kunden der Podere in den letzten Jahren bei dem Alten um Gefälligkeiten bitten mussten, da sie oft in finanziellen Engpässen waren, und die Banken keine Kredite mehr bewilligten. Einige der Engpässe wusste der Alte auch gut zu forcieren; ein paar Euro hier, ein paar Gefälligkeiten dort, schon hatte er seinen designierten Schützling. Die Gefälligkeiten, wie Zahlungsaufschübe oder auch private Kredite gewährte der Alte gerne, die Kunden waren aber auf ewig an die Podere Etrusca gebunden. Konkurrenzbetriebe hatten keine Chance ins Sortiment zu kommen, trotz günstigerer Konditionen. So lange die Podere ausgezeichnete Qualität produzierte, war das eine für alle Beteiligten einträgliche Lösung. Falls trotzdem ein Kunde querschoss und andere Lieferanten aufnahm die der Podere Etrusca Konkurrenz machten, musste der Alte nur einmal „vernünftig“ mit ihm reden. Der Kunde war dann sehr einsichtig, was sich herum sprach in der Branche, und alle waren mit der Podere Etrusca zufrieden. Wesentlicher Bestandteil dieser Vereinbarungen, waren dann immer die zusätzlich gezahlten Gelder für das Liechtensteiner Konto. Lediglich einen Mitbewerber ließ der Alte in Ruhe, was seinen Sohn zwar wunderte, er hatte aber noch nicht gewagt, danach zu fragen. Einen Mitbewerber, der sich alberner Weise nach einer amerikanischen Filmfirma benannt hatte und seine Produkte auf Sizilien im Val di Mazara herstellte: Genco Pura Olive Oil Ltd. Lediglich die Company war der Limited gewichen.
„Papa, irgendwann werden wir es schaffen, das Olivenöl herzustellen, von dem du schon so lange träumst. Vielleicht versuchen wir es im nächsten Jahr mal mit der Veronelli-Methode für einen kleinen Teil des Moraiolo? Ich muss jetzt leider los, einer der Laudemio-Produzenten in der Nähe von Bolgheri will mit uns sprechen, ich weiß noch nicht was er will, aber ich hörte, die Geschäfte gingen nicht so gut. Vielleicht eine Chance, dem Verbund beizutreten. Ich komme morgen vorbei zum Essen, wenn es dir recht ist, so gegen neun.“ „Lass dich nicht übers Ohr hauen, lass dir alle Zahlen geben, und frag ihn auch nach den nicht offiziellen Zahlen, falls er dir ein Angebot machen will. Ich weiß von einem alten Weinkeller, den er vor drei Jahren ausgebaut hat, von dem die Guardia di Finanza nichts weiß.“ sagte der Alte und grinste seinen Sohn an. „Benutze das Wissen aber nicht unbedarft, stell fest, wie ehrlich er wirklich ist.“ Carlo starrte ihn nur staunend an. Sein Vater schien immer alles über alle zu wissen, und hielt sich doch die meiste Zeit entweder in seinem kleinen Steinhaus hier, in der Nähe von Montescudaio oder auf Sizilien auf. „Nun guck mich nicht an wie das achte Weltwunder, tue deine Arbeit, wir reden morgen Abend. Bringst du deine Frau und meinen Enkel mit?“ „Ja gerne, Papa. Ciao, bis morgen! Soll ich noch was mitbringen?“ „Nein, Antonella und Michele genügen völlig!“ Der Alte widmete sich wieder seinen Ciabattascheiben und der zweiten Tomatenhälfte. Nachdem sein Sohn gefahren war, setzte die Zikade ihr nerviges Geschrammel fort, welches sie unterbrochen hatte, als sein Sohn ins Auto stieg und weg fuhr. Der Gecko hatte sich gleich nach Ankunft seines Sohnes davon gemacht, und blieb erst einmal verschwunden. Der Alte war gespannt, wie sich sein Sohn bei der Besprechung verhalten würde. Natürlich war das Geschäft schon unter Dach und Fach, mit Handschlag besiegelt. Einem Vitaliani reichte das, noch nie wurde ein Abkommen gebrochen. Bis sein Sohn die Geschäfte vollständig übernehmen konnte, würde er noch einige Tests bestehen müssen. So hatte es sein Großvater mit seinem Vater gemacht und sein Vater mit ihm. Genüsslich biss er in sein letztes Ciabatta. Der Gecko schaute vorsichtig um die Ecke der Hauswand. Fortsetzung folgt

Oregano

Oregano mit Schmetterling

Auf das Bild klicken, zum vergrößern.

Oregano mit Biene

Auf das Bild klicken, zum vergrößern.

Simplizität, oder Tomatensalat von Cuore di bue

Über Einfachheit oder Simplizität wurde schon viel geschrieben. Simplizität kann gut oder schlecht sein, in der Küche ist sie meistens gut. Aus wenigem etwas zuzubereiten das schmeckt, ist eine Kunst. Die zu erlernen ist aber nicht so schwer. Erstes Gebot: beste Qualität der Zutaten! Beherzigt man dies, ohne Kompromisse einzugehen, dann ist das schon die halbe Miete.

Ochsenherztomate oder Cuore di bue

Denken Sie bei Tomatensalat an matschige Tomatenviertel in süßsaurer Essigbrühe mit labbrigen Zwiebeln? Dann wird es Zeit, etwas für die Reputation des Tomatensalats zu unternehmen. Das fängt mit der verwendeten Tomate an. In diesem Fall konnte ich einige Cuore di bue, auch Ochsenherztomaten ergattern. Diese Tomatensorte ist eine faltige Fleischtomate mit wenig Kernen aber viel Geschmack. Sie hat eine sehr weiche Haut (ist deshalb auch sehr empfindlich) und kann bis zu 500 g schwer werden. Der Transport gestaltet sich schwierig, weswegen auch nur wenige der Tomaten nach Deutschland finden. Meist nur in den Städten zu bekommen, die in der Nähe eines Großmarktes liegen. Die Preise liegen um die 5-6 Euro pro Kilo, kein preiswertes Vergnügen, aber den Preis wert.
Für den Tomatensalat benötige ich nur Tomaten, feine Zwiebelringe, am besten von roten oder Gemüsezwiebeln aus Eigenanbau, Fleur de Sel, schwarzen Pfeffer aus der Mühle (wenig), allerbestes Olivenöl (Laudemio) und einen guten Weinessig (Chianti-Essig). Mehr nicht. Höchstens zur Garnitur etwas Basilikum, muss aber nicht sein.

Ochsenherztomate oder Cuore di bue aufgeschnitten

Für den Salat eignet sich am Besten eine große Platte. Die Tomaten, denen der Stielansatz entfernt wurde, werden in ca. 5 mm dicke Scheiben geschnitten, und zwar quer zum Stielansatz (als wollte man, stellt man sich den Siel durch die Tomate hindurch gehend vor, diesen jeweils durchschneiden), so tritt am wenigsten Flüssigkeit aus der Tomate, was bei der Cuore di bue allerdings kein Problem ist. Die Tomatenscheiben auf der Platte verteilen, mit Pfeffer und Fleur de Sel würzen, anschließend Olivenöl darüber treufeln. Jetzt noch ein paar Tropfen Essig dazu (weniger ist mehr) und die feinen Zwiebelringe darüber angerichtet. Ein paar Basilikumblätter zur Deko – fertig.

Ochsenherztomate oder Cuore di bue, fertiger Salat

Wer übrigens Zwiebeln so nicht mag, oder nicht verträgt, der kann die Zwiebelringe vorher in kaltes Wasser geben, etwas mit der Hand kneten und darin 15 Minuten liegen lassen, das Wasser abgießen und die Prozedur zweimal wiederholen. Die (mit einem Küchentuch getrockneten) Zwiebeln sind immer noch knackig, haben aber den Großteil ihrer Aggressivität und Schärfe verloren, schmecken jetzt eher süßlich-pikant. Auch ganz ohne Zwiebeln schmeckt so ein Salat, wenn man vorher die Servierplatte mit einer halben Knoblauchzehe eingerieben hat.
Wo ich mich doch so über Qualität ausgelassen habe, präsentiere ich den Tomatenkennern und Fans eine Überraschung: die Cuore di bue kamen aus Holland! (Nicht so laut aufschreien, bitte! Ich bin empfindlich.) Und haben im hiesigen EDEKA-Markt „nur“ 2,99 € pro Kilo gekostet. Der Geschmack kam an die aus Italien kommende Ware natürlich nicht heran. Trotz Computer gesteuerter Nährstoffversorgung fehlt in Holland einfach die Sonne. Aber sie schmeckten besser als erwartet. Es war ein Experiment (und ich war in Not: alle anderen Tomaten waren auch aus Holland, es war die einzig annehmbare Alternative; Provinz halt). Es hat nicht geschadet. Der Salat wurde aufgegessen, die wenige Soße dreihändig (Frau, Tochter und ich – rechts, links, rechts) mit Weißbrot von der Platte gewischt.

Ochsenherztomate oder Cuore di bue

Das war die erste Holland-Tomate, die ich seit zehn Jahren oder länger kaufte. Ich war auf Enttäuschung programmiert, hatte weniger als nichts erwartet. Davon ausgehend, war es nicht übel. Falls ein Leser mir allerdings sagen könnte, wo in Göttingen oder Kassel (oder nahe bei) ich original italienische (auch Ungarn wäre in Ordnung) Cuore di bue bekomme, idealer Weise noch nicht vollreif, wäre ich dankbar und machte den Salat noch einmal – und berichte dann von den geschmacklichen Unterschieden.

P.S. Im Jahr 2006 stand in der FAZ ein lesenswerter Artikel über Tomaten.

“Cucina omalinga” (oder so): Kartoffelplinsen mit Mettsoße

Manchmal holen sie einen ein, die Erinnerungen an die Kindheit. In diesem Fall die Erinnerung an die Samstagmittage, die mein Vater, Schwester, Onkel, Tante und meinereiner bei meiner Großmutter zum Essen eingeladen waren. Es gab eigentlich nie etwas wirklich Besonderes, doch bleibt der Geschmack der „Omakost“ doch irgendwo in den Synapsen erhalten, und kann bei Gelegenheit abgerufen werden.

Manchmal gab es einen Braten, meist Schwein oder auch mal Rind, doch oft gab es einfache und preiswerte Gerichte. Immer gegenwärtig war die Kartoffel. Kaum ein Hauptgang kam ohne aus. Weil beim Fressnet-Portal von Klaus-Peter Baumgardt die größte Kartoffelrezeptsammlung entstehen soll, werde ich mit diesem Gericht gerne meinen zweiten Beitrag dazu leisten.
Das, was da bei meiner Oma auf dem Teller landete, schmeckte zwar ganz passabel, war optisch aber im Bereich „Moppelkotze“ angesiedelt. Ich hoffe, ich habe das etwas besser gelöst, denn letztlich habe ich das Rezept auch etwas „gepimpt“. Schließlich musste ja auch das Olivenöl irgendwie „verbraten“ werden. Ist hier ja ein Olivenöl-Blog.
Für das Gericht benötigt man für vier Personen ca. 1,2 kg mehlig kochende, oder vorwiegend festkochende Kartoffeln, zwei Eier, Meersalz, Muskatnuss, frisch gerieben Muskat, etwas Mehl und glatte Petersilie gehackt, ca. drei Esslöfffel voll. Für die Soße 800 g gewürztes Schweinemett, in unserer Gegend Thüringer Mett genannt, in Berlin Hackepeter, 400 ml Rinderbrühe, -fond oder am Besten: Demi Glace, drei getrocknete Tomaten, einen Teelöffel Tomatenmark und eine mittelgroße Zwiebel, in feine Würfel geschnitten. Evtl. noch etwas Speisestärke zum Binden. Zudem noch 100 ml Olivenöl zum Ausbacken der Plinsen und zum Anbraten des Metts.

Thüringer Mett

Thüringer Mett ist rohes, gewürztes, durch den Fleischwolf gelassenes Schweinefleisch mit einem kleinen Fettanteil. Die Gewürzmischung ist das Geheimnis der jeweiligen Schlachterei, obwohl es auch Standard-Gewürzmischungen für den Fleischereinkauf gibt.

Wer des Kochens mächtig ist, benötigt kaum eine genaue Anleitung, weil es ja fast selbsterklärend ist; aber ich will mal nicht so sein: Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen, abgießen und etwas abdämpfen, anschließend durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel pressen und etwas abkühlen lassen (Wie? Keine Kartoffelpresse? Dann wird’s aber Zeit! Und lassen Sie bloß die Finger von diesen Plastikdingern, die taugen nicht für fünf Pfennig (Cent) ). Ist die Masse handwarm, geben Sie die rohen Eier hinein, würzen mit Meersalz und Muskat, und geben einen Esslöffel von der gehackten Petersilie dazu. Das jetzt zu einer Masse verkneten. Sollte die Masse zu feucht sein, etwas Mehl hinzu geben. Man könnte auch noch eine Zwiebel fein reiben und unter die Masse kneten, das wäre mir allerdings zu „kartoffelpufferig“. Ich hebe mir die Zwiebel für die Soße auf: Das Mett, welches Sie beim Schlachter Ihres Vertrauens kauften (die erste Version: „welches vom Schlachter Ihres Vertrauens stammt“ hätte für Irritationen sorgen können), wird in einem breiten Topf in etwas Olivenöl angebraten. Wichtig dabei ist, dass es möglichst keine Klößchen bildet, sondern ganz fein bleibt. So erhöht sich die Oberfläche, es können sich mehr Röststoffe bilden (und somit mehr Geschmack), und die Konsistenz soll ja soßenähnlich sein, da würden Mettklumpen nur stören. Ist das Mett angemessen gebräunt (farblich so ungefähr wie der Hintern von Halle Berry*; nicht, dass ich den je „nackich“ gesehen hätte; lassen Sie die Phantasie spielen), kommt die gewürfelte Zwiebel dazu, die darf ebenfalls etwas Farbe nehmen. Danach das Tomatenmark kurz mit anrösten, das Ganze mit Brühe, Fond oder Demi Glace ablöschen, die in feine Streifen geschnittenen getrockneten Tomaten dazu geben und eine halbe Stunde abgedeckt vor sich hin köcheln lassen.
Derweil aus der Kartoffelmasse vier große Plinsen (von der Form ähnlich, wie Frikadellen) formen, in Mehl wenden, abklopfen und langsam in Olivenöl ausbacken. Die Plinsen sollen gut gebräunt sein, ähnlich wie Bratkartoffeln.
Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken, gegebenenfalls (ich wollte mal gegebenenfalls schreiben) etwas mit Speisestärke binden.
Die Plinsen auf Tellern anrichten, mit der Soße übergießen und der restlichen Petersilie bestreuen. Mein Favorit dazu ist Gurkensalat.
Wie bei Oma schmeckt das zugegebenermaßen nicht. Zumindest nicht die Soße. Die war damals eher ein hellgräuliches Etwas mit Mettgeschmack. Aber wie das mit den Erinnerungen so ist: Früher war alles besser. Das Rezept ist so wandelbar wie die Meinungen unserer Politiker. Wer anderes probieren möchte, benötigt dafür kein Parteiprogramm. Wäre aber schön, wenn ich davon erführe. Guten Appetit!

Kartoffelplinsen mit Mettsoße

So sah das dann aus. Und es hat sogar geschmeckt. Für Frau und Kinder wart es das erste Mal, dass sie in den Genuss von Großmutters Plinsen kamen. Sie würden es wieder essen. Na denn …

*Für die Damen: Wäre es der Hintern von Denzel Washington gewesen, wäre es zu dunkel!

Skorthalia

Klaus-Peter Baumgardt veranstaltet in seinem Fressnet-Blog eine Kartoffel-Diät-Parade, an der ich natürlich teilnehmen muss. Und sei es nur, um das Wort Diät ad absurdum zu führen. Zumindest in meinem Rezept.
Wenn es um gesunde Ernährung geht, ist die „mediterrane Diät“ in aller Munde, obwohl sie bei Licht betrachtet gar keine ist. Denn sie ist kalorienreich, schon wegen der Unmengen an Olivenöl, die in südlichen Ländern verzehrt werden. Also jetzt weg von der Diät, hin zur Kartoffel, die durchaus auch in Griechenland eine Rolle spielt. Und wem der ewige Zaziki zum Halse heraus hängt, der bekommt jetzt eine schöne Alternative dazu.
Skorthalia, auch Skordhalia genannt, wird in Griechenland als Vorspeise oder als Beilage zu gegrilltem Fisch oder Fleisch gereicht. Es gibt unzählige Varianten des Rezepts, Hauptzutat bleibt jedoch die Kartoffel. Hier ist mein persönlicher Favorit: Als Zutaten benötige ich 4 – 5 mittelgroße, möglichst mehlig kochende Kartoffeln, vorwiegend fest kochende funktionieren aber auch gut, drei Scheiben entrindetes Weißbrot, in Würfel geschnitten, ca. 50 Gramm gemahlene Mandeln, 5 – 6 Knoblauchzehen, Rotweinessig, Meersalz und ein gutes Olivenöl aus Griechenland. Die Zubereitung ist einfach, und funktioniert sehr schnell, sieht man mal von dem lästigen Kartoffelpellen ab.
Skorthalia-MasseUnd so geht’s: Kartoffeln kochen, pellen und etwas abkühlen lassen. Das entrindete und gewürfelte Weißbrot in dem Weinessig einweichen. Nehmen Sie so viel Essig, wie Sie benötigen um das Weißbrot völlig zu durchtränken. Die Kartoffeln werden nun durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel gedrückt. Mandeln und der gepresste Knoblauch kommen dazu. Der Knoblauch sollte möglichst frisch sein. Falls er innen schon einen grünen Keim hat, diesen entfernen. Ich hatte das Glück, frischen, ungetrockneten Knoblauch zu bekommen, der ist in jedem Fall vorzuziehen. Wenn das Weißbrot richtig durchgezogen ist, wird es gut ausgedrückt. Das, was an Essig übrig bleibt, kann anderweitig verwendet werden, da fällt Ihnen schon etwas ein (z. B. für eine Marinade). Das ausgedrückte Weißbrot ebenfalls zu der Masse geben. Mit wenig Pfeffer aus der Mühle und Meersalz würzen und mit etwa 100 ml Olivenöl glattrühren (geht auch elektrisch). Falls die Masse noch nicht sämig genug ist, einfach Olivenöl dazugeben. Noch einmal mit Salz abschmecken. Dann auf Tellern anrichten, mit Oliven und etwas glatter Petersilie garniert servieren. Als Beilage einfach die Schüssel auf den Tisch stellen, so kann sich jeder nach Herzenslust bedienen. Oliven dürfen aber nicht fehlen, vorzugsweise griechische aus der Mani.

Skorthalia

Ein sehr einfaches Rezept, für jedermann/frau leicht herzustellen, und doch kann es von „Igitt“ bis „Hochgenuss“ variieren. „Kasus knaxus“ ist die Qualität der verwendeten Zutaten. Diese entscheiden über Sieg und Niederlage. Ein gutes Olivenöl ist allererste Pflicht! Ein Weinessig ist nicht durch Branntweinessig zu ersetzen, egal, was Ihnen das Etikett darauf verspricht. Sollten Sie immer noch dieses weiße Zeugs mit Fluor und Jod und Rieselhilfen für 39 Cent aus dem Supermarkt für Salz halten, fangen Sie gar nicht erst an, Skorthalia damit zubereiten zu wollen, es schmeckt nicht. Und natürlich sollten auch die Kartoffeln von bester Qualität sein. Passt alles zusammen, dann können Sie wie in Griechenland die Skorthalia mit einem schönen Gläschen Wein genießen. Am Besten schmeckt Skorthalia bei Zimmertemperatur, also immer nur so viel zubereiten, wie Sie auch verbrauchen können. Einmal im Kühlschrank, verliert sie einen Großteil ihres Geschmacks.

Es grünt so grün, wenn Spargels Blüten (noch nicht) blühen

Spargelzeit. Die Rezepte für diverse Spargelgerichte treibt es genau so in die Medienlandschaft wie den Spargel aus der Erde. Nur erntet man den Spargel – damit er schön weiß bleibt – tunlichst bevor der Kopf aus der Erde lugt. Es sei denn, man lässt ihn absichtlich aus der Erde kommen, um grünen Spargel zu ernten. Mit zusätzlichem Inhaltsstoff Chlorophyll und einem Zuwachs an Asparagussäure. Letztere ist auch dafür verantwortlich, dass nach dem Verzehr von Spargel der Urin diesen strengen Geruch hat.
Weil grüner Spargel bei uns sonst eher schwiegerstiefmütterlich behandelt wird, habe ich mich für diesen entschieden. Für vier Personen als reichliche Vorspeise oder gar leichte Hauptspeise benötige ich ein Kilo grünen Spargel, ein halbes Kilo Cocktailtomaten (um Himmels Willen niemals nie aus Holland!!!), vier getrocknete Tomaten, ca. 20 entsteinte, längs halbierte grüne Oliven, 50 g Pistazienkerne, 50 g Pinienkerne, 100 g Parmesan am Stück, einige Blätter Basilikum, mittelfruchtiges Olivenöl Extra Nativ, zum Beispiel „Helena“, ca. sechs Esslöffel eines guten Balsamicos, Meersalz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle.
Getrocknete TomatenDen Spargel habe ich geschält (nur das untere Drittel) und die Enden abgeschnitten, anschließend in Salzwasser mit etwas Zucker gekocht, er sollte nicht zu weich werden, je nach Dicke sind sechs bis acht Minuten ausreichend*. Dann in kaltem Wasser abgeschreckt, damit er nicht weiter gart und seine schöne grüne Farbe nicht ins gräuliche wechselt. Mit einem Tuch habe ich ihn dann vorsichtig trocken getupft. Aus dem Balsamico, dem Meersalz, schwarzem Pfeffer und 12 Esslöffeln Olivenöl eine Emulsion gerührt, und den Spargel damit mariniert.
Getrocknete TomatenDie getrockneten Tomaten habe ich in dünne Streifen geschnitten und in Olivenöl eingelegt. Idealer Weise macht man dies schon ein paar Tage vorher, denn werden die Streifen etwas weicher. Ich mag allerdings die härtere Konsistenz und das Trockenfrüchten eigene Aroma. Die Cocktailtomaten habe ich halbiert, die Pistazien dazu gegeben und die Mischung mit Meersalz und etwas Olivenöl, sowie dem Basilikum mariniert.

Marinierte Cocktailtomaten

Das Basilikum bitte niemals mit dem Messer schneiden, es bekommt sonst unansehnlich schwarze Ränder; ich habe es einfach etwas klein gezupft. Und ja: Basilikum ist sächlich. Warum? Darum! Die Pinienkerne habe ich in einer Pfanne ohne Fett angeröstet und beiseite gestellt. Den Parmesan in dünne Blättchen geschnitten und gegen diverse Familienangehörige vor dem zu frühen Verzehr verteidigt.
Nun geht es schon ans Anrichten. Der Spargel wird auf vier Teller so verteilt, dass der Hausherr und Zubereiter (oder nur der Hausherr) zwei, drei Stangen mehr erhält. Fragen Sie nicht, das macht Mann so. Sollte von der Balsamicoemulsion noch etwas übrig sein, wird diese auf dem Spargel verteilt. Jetzt kommen die in Öl eingelegten Trockentomaten darüber. Das übrige Öl wird um den Spargel verteilt. Die Tomaten-Pistazien-Basilikum-Mischung kommt jetzt ebenfalls auf und um den Spargel, genau so, wie die halbierten Oliven; dann die gerösteten Pinienkerne und zum Schluss der Parmesan. Das war es dann schon. Die Geschmacksknospen haben so gejubelt, dass die Geschmackspolizei wegen ruhestörenden Lärms mit Endorphinhemmern im Schlepptau vorbei kam, um die körperliche Ordnung wieder herzustellen. In echt jetzt.

Spargelsalat von grünem Spargel mit Tomatenvariationen und Pinienkernen

Ein Klick aufs Bild, macht den Salat zum Anbeißen groß!

*Der Spargel sollte zwar nicht zu weich werden, aber zu knackig ist auch nichts. Der Spargel entwickelt sein typisches Aroma erst mit dem Garen.

Göttliche Versuchung

Denkt man an Helena, ist Griechenland, seine Sagen, Homer mit seiner „Ilias“ nicht weit. Ist man zudem als angehender Vater felsenfest davon überzeugt, dass das kleine dunkelhaarige, schreiende Etwas mal groß und schön wird, dann ist die Namensfindung einfach: Helena! Auch „Die schöne Helena“ genannt. Ich drückte also nicht nur die Daumen, sondern auch meine Frau und das Kind in der Hoffnung, dass da mal was Vernünftiges draus wird. Man weiß ja nie.
Das ist mittlerweile fast 16 Jahre her, und was soll ich sagen: das Drücken hat sich gelohnt!

Die schöne Helena mit Helena, unserer Hausmarke

zum Vergrößern auf das Bild klicken

Was es nun mit den Olivenölflaschen im Arm meiner Tochter auf sich, und überhaupt mit Olivenöl zu tun hat, das lest Ihr/lesen Sie dann in diesem Artikel.

Carpaccio mit Bärlauch

An dieser Stelle hatte ich ja schon einmal über eines meiner Lieblingsgerichte und meiner Art der Zuberreitung desselben geschrieben: das Carpaccio. Da jetzt Bärlauchzeit ist, habe ich das Rezept dahingehend abgewandelt, dass der Knoblauch durch frischen Bärlauch ersetzt wurde. Der Vorteil ist: nicht alle Welt kann am nächsten Tag auf meinen Knoblauchverzehr schließen. Nach dem Knoblauchverzehr duftet man meist unangenehm aus dem Mund. Zumindest für diejenigen, die sich dem Genuss rohen Knoblauchs nicht hemmungslos hingegeben haben, wie ich das ab und an tue. Bärlauch schmeckt ja ganz ähnlich, hat aber keine duftenden Nebenwirkungen (was meinem Sohn auch zu Gute kommt, denn der hat heute eine Aufnahmeprüfung an der Fachhochschule in Aachen – wer möchte, darf Daumen drücken).
Ich bin, muss ich zugeben, in manchen Dingen maßlos. Das Betrifft in erster Linie den Olivenölverzehr. Aber auch andere Dinge haben es mir angetan: Parmesankäse und Grana Padano, Meersalz von Alisseos und natürlich der Bärlauch. Deshalb sieht es auf dem Teller auch mächtig voll aus. War aber Vor-, Haupt- und Nachspeise.

Carpaccio mit Bärlauch