Hellenischer Landwirts-Umami-Salat, oder so

Ganz begeistert von der Taste #5 Umami Paste, wollte ich sie natürlich gerne einmal in einem Gericht ausprobieren. Da ich ungeduldig bin, entschied ich mich kurzer Hand für einen schnell zuzubereitenden Griechischen Bauernsalat. Griechisch ist in dem Fall allerdings nicht ganz korrekt, denn der Salat enthielt nur zwei Zutaten aus Griechenland, den Essig und den Schafskäse.

Die Gurken, Zwiebeln und die Oliven kamen aus Spanien, die Tomaten aus Italien, der Staudensellerie aus Israel, der Paprika aus Marokko, der Romasalat, nein nicht aus Rom, sondern auch aus Spanien. Na gut, die Deko-Peperoni kam auch noch aus Griechenland. Aus welchen Zutaten der Salat bestand ist ja nun klar, jetzt zum Dressing:

  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Thymian-Weißweinessig Bio aus Griechenland
  • 6 EL Olivenöl Extra Nativ von Olives & Oliviers, Tunesien
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 erbsengroßer Klecks Taste #5 Umami Paste

Die Zutaten mit dem Schneebesen gut verrühren und den Salat damit marinieren und gut vermischen. Ich erinnere noch einmal:

L’insalata vuole il sale da un sapiente,

l’aceto da un avaro,

l’olio da un prodigo,

vuol essere mescolata da un matto

e mangiata da un affamato.

Für einen Salat nimmt man Salz wie ein Weiser,

Essig wie ein Geizhals,

Olivenöl wie ein Verschwender,

mischt ihn wie ein Verrückter,

und isst ihn wie ein Ausgehungerter.

(Alte italienische Weisheit)

Bauernsalat mit Umami-Pasten-Dressing

Auch wenn das ein eher griechischer Salat ist, so trifft diese Weisheit doch den Kern. Jetzt aber mal “Butter bei die Fische”. Wie hat es geschmeckt? Hammermäßig! Ehrlich! Der Salat bekommt durch die Paste eine besondere Würze, die einen voller Appetit essen lässt. Man schmeckt trotzdem die Aromen der Zutaten, lediglich das sehr gute Olivenöl ging ein wenig unter. Denn das fantastisch-fruchtige Olivenöl aus Tunesien (und so wird es produziert) hätte es verdient, geschmacklich den Ton anzugeben. Trotzdem bin ich von dem Dressing insgesamt begeistert. Nicht immer nähme ich die Paste als Hilfsmittel zur Geschmacksaufbesserung, aber ab und zu schon. Andere Rezepte werden folgen, in der die Paste eine Rolle spielt. Die Verwendung ist vielseitig; um nur ein paar Beispiele zu nennen: Mayonnaisen, Dipps, Marinaden, in Hackfleischgerichten, als Aufstrich von Crostini oder Bruschetta, in Suppen, Saucen, zu Eiern, Fisch, Fleisch …

 

Pimp me up, Baby!

So “sprach” das ein oder andere Mal ein gekochtes Gericht zu mir, als ich das Ergebnis kostete. “Es fehlt was!”, war dann auch oft die Aussage meiner Mitverkosterin. Zugegeben, bei mir kommt das nicht soooo oft vor, da ich in der glücklichen Lage bin, immer genug Fonds und Brühen auf Lager zu haben (ich koche vor und friere ein), es also eher zu intensiv schmeckt, als zu wenig intensiv. Das Glück haben aber nicht alle Hobby-Köchinnen und -Köche.

Das wusste auch die italienischstämmige Londonerin Laura Santtini, und entwickelte daher eine universell einzusetzende Würzpaste, die den 5. Geschmackssinn bedient: Umami. Will man diesen Geschmack beschreiben, stößt man schnell an Formulierungsgrenzen. Vielleicht so: fleischig-vollmundig. Obwohl dieses Geschmacksempfinden nicht nur in Fleisch vorkommt, sondern auch in Käse, Tomaten und Anchovis. Weswegen wohl auch diese Zutaten Bestandteil dieser Würzpaste namens Taste #5 Umami Paste ist (Alle Zutaten: Tomatenmark, Knoblauch, Anchovispaste (Anchovis, Salz, Sonnenblumenöl), schwarze Oliven, Balsamicoessig, Steinpilze, Parmesan, Zitronensäure, Olivenöl, Essig, Zucker und Salz). Also nur natürliche Zutaten, keine künstlichen Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Hefeextrakt.

Laura Santtini empfiehlt, seine Gerichte kurz vor dem Servieren mit der Paste abzuschmecken. Das verstärkt den Geschmack des Gerichts auf natürliche Weise. Wer sich mit Glutamat und deren Brüdern und Schwestern der E-600er-Klasse auskennt, der weiß, dass viele der Zutaten in der Paste natürlich vorkommendes Glutamat enthalten, was aber nicht schlimm ist, wenn man die Paste “Quantum satis” einsetzt, also nicht mehr als nötig. Allemal besser, als Brühwürfel, gekörnte Brühen, Fondor und ähnlich künstlicher Mist. Ein wirklich gutes Produkt, welches den Geschmack der Speisen nicht bestimmt, sondern unterstützt. Zu bekommen ist die Paste im Olivenölkontor, wo sonst.

Taste #5 Umami Paste

Mozzarella di bufala und Ricotta di bufala campana

Jeden Dienstag kommen frisch aus Italien der Büffelmozzarella und Büffelricotta nach Deutschland. Die Milch stammt von Wasserbüffeln aus dem “Parco Nazionale del Cilento e Valle di Diano”. Das Endprodukt ist um einiges schmackhafter, und beim Mozzarella auch intensiver, als bei Produkten aus der Massenproduktion. Diese Qualität schlägt sich natürlich auch im Preis nieder.

Mozzarella di bufala

Ricotta di bufala

Der Mozzarella kommt in Kugeln zu ca. 250 Gramm, und der Ricotta in Frischeboxen zu je ca. 300 Gramm nach Deutschland, wobei die Mindestabnahme acht Stück beim Mozzarella beträgt, lediglich der Ricotta ist ab einem Stück zu haben. Falls jemand Interesse hat, kann er oder sie die Konditionen gerne per Mail bei mir erfragen. Der Versand ist nur innerhalb Deutschlands möglich (keine Inseln).

Göttliche Versuchung

Denkt man an Helena, ist Griechenland, seine Sagen, Homer mit seiner “Ilias” nicht weit. Ist man zudem als angehender Vater felsenfest davon überzeugt, dass das kleine dunkelhaarige, schreiende Etwas mal groß und schön wird, dann ist die Namensfindung einfach: Helena! Auch “Die schöne Helena” genannt. Ich drückte also nicht nur die Daumen, sondern auch meine Frau und das Kind in der Hoffnung, dass da mal was Vernünftiges draus wird. Man weiß ja nie.
Das ist mittlerweile fast 16 Jahre her, und was soll ich sagen: das Drücken hat sich gelohnt!

Die schöne Helena mit Helena, unserer Hausmarke

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Was es nun mit den Olivenölflaschen im Arm meiner Tochter auf sich, und überhaupt mit Olivenöl zu tun hat, das lest Ihr/lesen Sie dann in diesem Artikel.

Was ist drin, in Bertollis “Pesto Verde”?

Dieser Frage ging foodwatch nach. Die in der Werbung von Bertolli behauptete “Leidenschaft für gutes Essen” hat es laut foodwatch nicht bis in das Glas des Pestoherstellers geschaft. Und noch einiges mehr hat es nicht, zumindest aber zuwenig, ins Glas geschafft. Eine ausreichende Menge Olivenöl zum Beispiel. Denn nur 2 – 2,5% Olivenöl fanden sich in dem Produkt. Nun muss man wissen, dass ein Pesto aus sechs Grundprodukten besteht: Olivenöl Extra Nativ, Parmesan, Pinienkernen und Basilikum, Knoblauch und Salz. Weiters sollte man wissen, dass Bertolli seine Olivenölsparte an die Spanier verkauft hat (Bertolli gehört übrigens zum niederländischen Unilever-Konzern und italienisch ist allein der Name), und somit vielleicht gar keinen Zugriff mehr auf ausreichend Olivenöl hat. Dafür gibt’s aber reichlich Kartoffeln in Holland. So finden sich denn in Bertollis Pampe Pesto auch Kartoffelflocken. Mit Käse wird auch heftigst gespart, als Ersatz gibt es dann Aroma und Säurungsmittel. Auch die Pinienkerne haben es schwer, sich bei Bertolli zu behaupten. Eine kleine Alibimenge wird dann mit den deutlich preiswerteren Cashewnüssen aufgefüllt. Statt ausschließlich Olivenöl zu nutzen werden “Pflanzenöle” verwendet. Laut foodwatch eine Verbrauchertäuschung, die nichts mit dem Originalprodukt zu tun hat.
Die Stern-Autorin Sylvie-Sophie Schindler greift das Thema auf, und hat einen sehr schönen Bericht dazu geschrieben, in dem auch Barilla am Ende “sein Fett weg bekommt”. Nun bleibt zu hoffen, dass das viele Menschen lesen werden. Um die blumige Sprache der jeweiligen Pressesprecher, kümmere ich mich mal an anderer Stelle.

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