Spaniens Olivenöl Nr. 1

Jawoll! Und im Himmel ist Jahrmarkt, und bei „Feinkost Dittmann“ stehen die Buden! Eine Pressemeldung beim Gourmet-Report will uns da weiß machen, dass das „La Española“ das beste und bekannteste Olivenöl Spaniens sei. Eine kleine Suchmaschinenrecherche führt das schnell ad absurdum. Zudem möchte „La Española“ mit Omega 3-Fettsäuren glänzen. Das funktioniert allerdings nur, wenn diese künstlich zugesetzt werden. Also handelt es sich nicht mehr um ein Naturprodukt, und schon gar nicht um ein Extra Natives Olivenöl. Wenn man sich dazu noch den Preis von 4,99 € pro Halbliterflasche anschaut, wird sehr schnell klar, um was für ein „Qualitätsprodukt“ es sich wirklich handelt. Ich nenne so etwas Konsumentenverdummung.

Olivenöl am Stück; ganz ohne Molekularküche

Die momentanen Außentemperaturen machen es möglich, dass Olivenöl am Stück ausgeliefert wird. Olivenöl hat die Eigenschaft, bei unter 8° Celsius zu gefrieren. Es kann mitunter richtig fest werden:

Olio Novello Caruggiu am Stück

So kam es an, das neue Olivenöl „Olio Novello Caruggiu 2008“. Nun ist das nicht schlimm, denn bei Zimmertemperatur wird es wieder flüssig (siehe Bild auf der Startseite). Lieferungen in dieser Jahreszeit lege ich einen Zettel mit Erklärungen bei. Es hat keinen Einfluss auf die Qualität des Öls. Man bekommt es halt nur nicht aus der Flasche. Die normalen Pflanzenöle werden, damit man sie auch im Kühlschrank lagern kann, „winterisiert„. Bei diesem Prozess werden die Bestandteile im Öl, die bei niedrigen Temperaturen fest werden, herausgefiltert. Da aber Olivenöl Extra Nativ ein reines Naturprodukt ist, bleiben all’ die guten Sachen in der Flasche. Zum Glück!

Knallhart eingelegt!

So sähe mein Stück Hochrippe vom Rind nach der Kühlschrankentnahme aus, verwendete ich ausschließlich Olivenöl. Ein extra natives Olivenöl hat nämlich die Eigenschaft, schon bei plus acht Grad Celsius zu gefrieren. Somit umschlösse mein schönes Stück Fleisch ein weiteres Stück Olivenöl. Damit das nicht passiert, benutze ich zum Einlegen eine Mischung aus Olivenöl und Traubenkernöl im Verhältnis eins zu eins. Weitere Zutaten sind Kräuter (Rosmarin in meinem Fall, es können aber auch Thymian, Oregano, Lorbeer und andere sein) und Knoblauch. Da es Rindfleisch in Deutschland fast nirgends mehr ausreichend abgehangen zu kaufen gibt (siehe auch hier), lege ich es eine gute Woche in der Marinade ein. Geht auch länger, man sollte aber darauf achten, dass das Fleisch rundum von der Marinade benetzt ist, und keinen Sauerstoffkontakt bekommt. Das funktioniert am besten mit den wieder verschließbaren Gefrierbeuteln.

eingelegte Hochrippe

Aus der Marinade befreit lacht es mich an, mit seinen knapp 700 Gramm. Fett muss natürlich unbedingt dranbleiben, damit das Fleisch saftig und aromatisch bleibt. Man muss es ja nicht mitessen.
Nun kommt es mit ein paar Zwiebelspalten auf den Grill. Gewürzt wird erst nach dem Grillen mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle (nicht zu knapp).

eingelegte Hochrippe auf dem Grill

Ich mag Rindersteaks am liebsten medium, eher in Richtung englisch. Bei der Hochrippe entscheide ich mich für ein „á point“, innen noch schön rosa mit einem klitzekleinen, fast rohen Kern in der Mitte. Leider habe ich Depp vergessen den Anschnitt zu fotografieren, um den Garungsgrad zu dokumentieren. Da müssen Sie mir das einfach mal glauben, dass ich das richtig gemacht habe …

eingelegte Hochrippe auf dem Grill

Dazu gab es nur einen gemischten Salat mit einem einfachen Rotweinessig-Dressing. Ein vollkommener Genuss. Für mich zumindest. Vegetarier mögen da jetzt anderer Meinung sein.

Gans ganz zart

Gänsebrust

Gänsebrüste, zumal sie aus Ungarn oder Polen stammen und im Supermarkt feil geboten werden, wollen selten richtig zart werden beim Braten. Die Gänse mussten in Rekordzeit ihr Schlachtgewicht erreichen, das Fleisch ist deshalb nicht so wertvoll (auch nicht so teuer, aber teuer genug), wie das der im Freiland über mehrere Monate aufgewachsenen Tiere. Um trotzdem eine zarte ungarische oder polnische Gänsebrust auf den Tisch zu bekommen, bedarf es eines kleinen Tricks. Ich machte mir die Eigenschaften des Enzyms Bromelain zu Nutze, welches in frischer Ananas zu finden ist. Dazu braucht es eine Ananas, einen Entsafter, eine Injektionsspritze und die größte dazu passende Nadel.

Gänsebrust, Ananas, Spritze

Den frischen Ananassaft gab ich durch ein Sieb, zog ihn auf die Spritze und injizierte die ausgelösten Brüste großzügig damit. Die Brüste ließ ich dann ein wenig ruhen, damit das Enzym seine Arbeit verrichten konnte.

Geimpfte Brust

Karkasse

Derweil zerteilte ich die Karkassen und zusätzliches Gänseklein, und bereitete daraus eine Gänsesauce. Gänseklein und die Karkassen kamen in einem großen Bräter bei 180°C in den Ofen, wurden ab und zu gewendet, um eine gleichmäßige schöne Bräune zu bekommen. Dazu kamen zwei zerdrückte Knoblauchzehen, ein paar Apfelspalten und Wurzelgemüse (Mirepoix) und nachdem auch dies Farbe genommen hatte, eine kleine Dose Tomatenmark, welches ebenfalls mit angeröstet wurde.

geröstete Karkassen und Gänseklein

Blick aus dem Küchenfenster

Während des Vorbereitens warf ich ofters einen Blick aus dem Küchenfenster. Der winterliche Anblick des Dorfidylls stimmte schon kräftig auf Weihnachten ein – und das im November.

Anschließend habe ich mit etwas Wasser (geht aber auch Geflügelbrühe, am besten Gänsefond; hatte ich aber leider nicht) abgelöscht und einkochen lassen; abgelöscht und einkochen lassen; abgelöscht und einkochen lassen; abgelöscht und einkochen lassen: je öfter, desto besser! Der Inhalt des Bräters kam dann in einen großen Topf, wurde mit Wasser (oder Brühe/Fond) aufgefüllt, und simmerte mit einem Sträußchen Majoran darin für ein paar Stunden vor sich hin, bevor die Sauce durch ein feines Sieb passiert, und auf die Hälfte des ursprünglichen Volumens eingekocht wurde. Der Geruch in der Wohnung verhieß: Weihnachten. Der Geschmack der Sauce auch. Das liegt einfach daran, dass für uns zu Weihnachten das einzige Mal im Jahr eine Gans gebraten wird. Warum eigentlich nur einmal im Jahr? Ich sollte unsere Gewohnheiten überprüfen. So eine Gans kann schon öfter auf den Speiseplan. Ist es doch ein Geflügel mit ausgeprägtem Eigen- und Wohlgeschmack.

Die gewürzten und vorbereiteten Brüste

Nach dem die Enzyme ihr Werk verrichteten, wofür sie ungefähr eine bis zwei Stunden Zeit hatten, briet ich die Brüste mit der Hautseite zuerst in einer Pfanne an, wendete und briet weiter. Hier zeigte sich auch schon der erste Fehler, den ich gemacht hatte: Ich injizierte wohl zu dicht unter der Haut. Diese wurde stellenweise so weich, dass sie sich beim Anbraten vom Fleisch löste. Da ich die Brust auf der Hautseite rautenförmig eingeschnitten hatte (um dem Fett beim Austreten zu helfen, man ist ja Mensch), ging ich beim Wenden ein paar Rauten verlustig. Nachdem die Brüste rundum angebraten waren, gab ich sie bei 90°C in den Ofen, wo sie rund vier Stunden zubrachten. Drei hätten es sicherlich auch getan. Das Volumen der Brüste hatte sich schon nach zweieinhalb Stunden um fast die Hälfte reduziert, Fett und etwas Fleischsaft schwappten munter in der Pfanne. Fett zum Fett, Fleischsaft zur Sauce.

Ananas zu einem Chutney verarbeitet

Da ich nun befürchtete, dass der Ananassaft die Gänsebrüste geschmacklich doch sehr in Richtung Ananas veränderte, bereitete ich als zusätzlichen geschmacklichen Kick ein Ananas-Chutney zu. Hierzu benötigte ich eine gewürfelte Gemüsezwiebel, die ich in etwas Olivenöl und Gänseschmalz weich und glasig dünstete, in Würfel geschnittene Ananas (eine kleine, oder eine halbe große Frucht), ein würfelgroßes Stück Ingwer, grob gehackt, und eine halbe rote Pfefferschote, die Kerne entfernt und in kleine Würfel geschnitten. Dazu den Rest des frischen Ananassafts. Falls die Ananas nicht süß genug sein sollte, könnte man mit einem Löffel Honig nachsüßen. Nachdem die Zwiebel glasig ist, den Rest der Zutaten in den Topf geben und so lange schmoren, bis die Ananas weich ist. Abgeschmeckt wird mit Salz und ein wenig Harissa (Gewürzmischung). Sollte das Chutney zu flüssig sein, kann man mit etwas Speisestärke andicken. Das Chutney sorgt für ein wenig Exotik und schmeckte überraschend gut.

Kartoffelklöße

Zu der Brust gab es Kartoffelklöße, die ich der Einfachheit halber aus einem fertigen Frischteig gerollt (immer drei auf einmal: einen in den Händen, je einen unter jeder Achsel 🙂 ) habe. Die Croutons für das Innenleben der Klöße hatte ich vorher aus gewürfeltem und in Gänseschmalz angerösteten Vollkorntoast hergestellt.

Broccoli, bereit zum Dünsten

Bei so viel „süß“, wie Ananassaft und Chutney, wollte ich auf den klassischen Rotkohl verzichten, und dünstete lieber etwas Broccoli dazu, den ich mit einer Mischung aus Oliven- und Sesamöl, Salz, Pfeffer und Knoblauch final beträufelte.

Die Sauce habe ich mit etwas Mehlbutter abgebunden, sollte aber nicht zu „pampsig“ werden. Also nicht so, wie bei „Omma“ zum „Sonntachsbraten“. Abgeschmeckt nur mit etwas Meersalz, hätte sie mit den Kartoffelklößen schon als Mahlzeit gereicht. Aber die Brust! Die war so zart, das Kauen hätte auch altfranzösisch ohne Zähne funktioniert. Auch der Geschmack war delikat, kein penetranter Ananasgeschmack, die Gans dominierte (fast wie daheim, hätte ich beinahe geschrieben). Das Chutney wäre nicht nötig gewesen, war aber ein toller Kontrast zwischen dem eher deftigen Broccoli und der geimpften Gänsebrust.

Dass ich beim Injizieren des Safts an einigen Stellen etwas großzügig war, merkte man allerdings. Denn partiell, da wo ich mit dem Saft besonders verschwenderisch umging, war das Fleisch nicht nur zart, sondern leicht breiig. Also zukünftig wenig aber gleichmäßig impfen, und möglichst keinen Saft direkt unter die Haut. Das Ergebnis war also nicht 100%ig perfekt, aber die Fehler kann ich Ihnen so ersparen, falls Sie das nachkochen möchten, was ich hiermit ausdrücklich empfehle!

Gänsebrust mit Kartoffelklößen, Broccoli und Ananas-Chutney

Tod im Olivenöl

Neugierig, hungrig und vorwitzig könnte sie gewesen sein. Es könnte auch ein Unglücksfall gewesen sein. Oder Selbstmord. Vielleicht war sie aber einfach nur verfressen, wie Robert Morley in „Die Schlemmerorgie“. Jedenfalls ist sie nun tot. Und einbalsamiert für die Ewigkeit.

Fruchtfliege in (im) Öl

Ein Reherl steht im Walde, ganz still und stumm …

Und wo stand es? In Weißrussland. Verseucht? Keine Ahnung, wird jedenfalls trotzdem verzehrt. Wer sich jetzt noch fragt, von wem oder was die Rede ist, dem sei geholfen: Pfifferlinge. Die heißen in Bayern nämlich Reherl, kommen dort oft in Sahnesauce daher, und mit dicken Semmelknödel drin.

Bei mir geht’s etwas leichter zu, es gibt eine Vorspeise: lauwarmer Pfifferlingsalat mit Cherrytomate und Roastbeefstreifen. Völlig unspektakulär, obwohl man mit ein wenig sprachlicher Begabung ein Juwel daraus zaubern könnte. Zumindest auf dem Papier. (Dazu habe ich dann hier etwas geschrieben.) Ich versuche es lieber in der Pfanne und auf dem Teller.
Rein anatomisch gesehen sind Pfifferlinge doof. Überall Lamellen, Ritzen und eine raue Oberfläche, die Schmutz geradezu anzieht. Das Putzen der Pilze ist also aufwändig und erfordert Geduld. Am Besten funktioniert es mit einem Pinsel und kleinem Officemesser, welches bei uns in der Küche „Schälemesser“ heißt, obwohl da nie einer mit schält.
Da die russischen Pfifferlinge fast so schmutzig waren, wie wohlgeformte Mädels nach dem Schlammcatchen, und der Schmutz den weichen Pinselborsten Widerstand entgegen brachte, habe ich die Pilze kurzerhand mit kaltem Wasser abgebraust. Das muss schnell gehen und die Pilze müssen anschließend auf einem Tuch wieder gut trocknen können, da sie das Wasser gerne aufnehmen. Mit dem Anbraten wird das dann nichts, sie ziehen sofort Wasser in der Pfanne. Da ich die Pilze zwei Stunden vor der Zubereitung wusch und putzte, waren sie anschließend wieder für die Pfanne zu gebrauchen: sauber und trocken, wie ein gerade gewickelter Babypöter, nur nicht so weich (Wer hat denn auch schon jemals einen Babypopo mit Lamellen gesehen?).

Pfifferlinge, geputzt

Zutaten für vier bis sechs Vorspeisenportionen:

500 g Pfifferlinge
250 – 300 g Roastbeef, gut abgehangen
12 Cherrytomaten, halbiert
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 El. glatte Petersilie, geschnitten
2 El. Aceto Balsamico
6 El. Olivenöl Extra Nativ (Alisseos Bio Olivenöl)
1 El. Traubenkernöl zum Anbraten
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Alisseos Fleur de Sel

Marinade für das Roastbeef:

1 El. Balsamico
1 El. Sojasauce (indonesische ist mein Favorit)
1 Tl. gezupfte Thymianblätter

Roastbeef, mariniert

Als erstes schneide ich das Fleisch in feine Streifen, nicht mehr als fünf Millimeter dick und ca. fünf Zentimeter lang. Den Thymian, die Sojasauce und den Balsamico vermische ich mit dem Fleisch und lasse es bei Zimmertemperatur zwei Stunden marinieren. Kann man aber auch schon einen Tag eher machen, und im Kühlschrank marinieren lassen. Nur sollte es vor dem Anbraten wieder Zimmertemperatur haben. Beim Anbraten verliert die Pfanne dann nicht so viel Hitze, und es können sich mehr Röstaromen entwickeln. Wobei wir dann schon bei der Zubereitung wären.
Steht alles bereit? Dann geht es los: Eine große Pfanne auf den Ofen stellen und erhitzen. Traubenkernöl in die Pfanne geben und die Roastbeefstreifen folgen lassen. Gut anbraten und aus der Pfanne nehmen. Jetzt kommen die Pfifferlinge in die heiße Pfanne und werden, je nach Größe ca. drei Minuten gut angebraten, möglichst ohne, dass sich Flüssigkeit am Pfannenboden bildet. Der gehackte Knoblauch kommt dazu und brät kurz mit, die Tomatenhälften suchen jetzt ebenfalls Zuflucht in der heißen Pfanne und werden kurz durchgeschwenkt. Ofen aus, Roastbeefstreifen zurück ins warme Nest und mit den anderen Zutaten vermengt. Jetzt mit dem Balsamico ablöschen, die Petersilie hinzugeben, abermals schwenken, mit Pfeffer und Fleur de Sel würzen und auf bereit gestellte Teller anrichten.
Etwas auskühlen lassen, der Salat sollte nur lauwarm, nicht zu heiß sein, die Reherl noch Biss haben. Die Aromen kommen so noch mehr zur Geltung. Erst kurz vor dem Servieren das gute Alisseos-Olivenöl über den Salat geben, damit sich der betörende Duft des Öls mit dem der Pilze zu einem harmonischen Ganzen vereinigen kann, und den Gästen das Wasser im Munde zusammen läuft. Ein schnelles und einfaches Rezept, das jeder nachkochen kann. Schmault der passionierte Hobbykkoch/die passionierte Hobbyköchin (Danke, Frau Schwarzer!) dann noch etwas mit Crema di Balsamico und Olivenöl künstlerisch auf dem Teller herum, macht man auch noch „für´n Deubel Staat“.

Pfifferlingsalat, lauwarm

Olivenöltester werden und Einkaufsgutschein gewinnen

Lefktron - unsere HausmarkeNach langem Suchen und Probieren, haben wir endlich unsere Hausmarke gefunden: ein säurearmes Olivenöl Extra Nativ aus dem Peloponnes in Griechenland. Eine kleine Genossenschaft produziert dieses extrem milde Olivenöl, deren Olivenbauern noch faires Geld für ihre Arbeit bekommen. So mussten wir auch keine Kompromisse in der Qualität eingehen, denn wir suchten ein gutes, aber trotzdem preiswertes Öl für jeden und jeden Tag. Gerade die genussaffinen Menschen, deren finanzielle Möglichkeiten für die teuern Extra Vergine nicht ausreicht, haben jetzt eine Alternative, ohne auf die oft minderwertigen Qualitäten aus dem Supermarkt zurückgreifen zu müssen.
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Dass uns das Öl geschmeckt hat, ist deutlich geworden. Ob Ihnen das Öl schmeckt, ist uns wichtig. Deshalb verlosen wir Anfang Dezember aus allen Käufern des Öls die auch eine Bewertung abgegeben haben, einen Einkaufsgutschein in Höhe von 30,- € – rechtzeitig zu den Weihnachtseinkäufen. Zur Bestellung geht es hier lang …

Alles Ölsäure, oder was?

Nun soll sie doch wieder verantwortlich sein, die Ölsäure. Leider geht aus der nachfolgenden Meldung nicht genau hervor, welche:

Blutdruck senkende Wirkung
Ölsäure im Olivenöl

Für die Blutdruck senkende und damit Herz schützende Wirkung von Olivenöl ist dessen Hauptbestandteil Ölsäure verantwortlich. Dies berichten Wissenschaftler in den „Proceedings“ der USAkademie der Wissenschaften („PNAS“) nach Untersuchungen an Ratten. Bisherige Studien hatten stets vermuten lassen, dass eher die in geringen Mengen vorkommenden Inhaltsstoffe wie Tocopherol oder Polyphenole die positiven Effekte bewirken.

Silvia Terés von der University of the Balearic Islands (Palma de Mallorca/ Spanien) und ihre Mitarbeiter hatten Ratten über 14 Tage entweder Olivenöl, Triolein – den Ölsäure enthaltenden Hauptbestandteil des Olivenöls – oder aber reine Ölsäure verabreicht. Alle drei Behandlungen führten zu einer deutlichen Senkung des Blutdrucks der Tiere. Stearinsäure und Elaidinsäure hingegen beeinflussten den Blutdruck trotz ihrer chemischen Ähnlichkeit zur Ölsäure nicht. Auch Sojaöl, das nur einen geringen Ölsäure- Anteil besitzt, führte keinerlei Änderungen herbei.

Wirkung nach zwei Stunden

Die Blutdruck senkende Wirkung ließ sich bereits zwei Stunden nach der Einnahme feststellen. Weitere Experimente zeigten, dass die Ölsäure die Struktur und Zusammensetzung der Zellmembranen verändert. Dadurch werden wiederum Signalprozesse verändert, die an der Regulation des Blutdrucks beteiligt sind. Die positiven Auswirkungen einer „mediterranen Ernährung“ mit viel Ölivenöl auf das Herzkreislaufsystem sind bereits lange bekannt.

Außer der Senkung des Blutdrucks verbessert das Olivenöl das Verhältnis von HDL zu LDL-Cholesterin, also von sogenanntem „gutem“ zu „schlechtem“ Cholesterin, und bremst Entzündungsprozesse in den Gefäßen. Besonders Menschen mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen profitieren deshalb von einer mediterranen Diät.

Es wäre nun schön, Genaueres zu erfahren, und ob es nun einen Unterschied zwischen Ratten und Meerschweinchen gibt, bei so unterschiedlichen Ergebnissen.

Aufsteigender Rauch, Asche rieselt …

Feuer auf dem Peloponnes

… viel zu nahes, nervenaufreibendes, Magen zusammenziehendes Lalülala mehrerer Löschfahrzeuge. Es brennt auf dem Peloponnes. Mal wieder. Nur zwei Dörfer weiter steht die Welt in Flammen. Wahrscheinlich ein gelegtes Feuer. Erinnerungen an die schlimmen Brände vom letzten Jahr kommen hoch und verursachen Übelkeit.

Feuer auf dem Peloponnes

Feuer auf dem Peloponnes

Drei kleine Löschflugzeuge sind mit dröhnenden Propellern im Einsatz und bekommen Verstärkung von zwei großen Wasserflugzeugen. Gott sei Dank kaum Wind, sonst flögen sie nicht. Es dröhnt, brummt, scheppert und heult, wenn sie über das Haus hinweg fliegen, den Bauch voll Meerwasser, eben an der Küste getankt. Abgeworfen und zurück zum Auftanken. Bloß das Feuer nicht ausbreiten lassen.
Pickups mit Wassertanks auf der Ladefläche rasen vorbei, die Insassen wollen Dörfer und Häuser schützen. Junge Männer bilden Feuerwachen, dicht an dicht. In der Not halten alle zusammen. Es knallt in der Ferne, und doch viel zu nah. Machia und Ölbäume bersten mit infernalischem Lärm unter dem Feuer. Die ölhaltigen Bäume sind die reinsten Brandbomben. Explodierende, brennende Pflanzenteile entzünden im Umkreis von mehreren Metern alles Brennbare und rauben die Luft zum Atmen. Ein Alptraum für alle Bewohner des Landstrichs. Die wichtigsten persönlichen Sachen werden vorsorglich gepackt, falls das Feuer doch noch kommt …

Feuer auf dem Peloponnes

Feuer auf dem Peloponnes

Bis in die frühen Abendstunden wurde gelöscht, das Feuer ist unter Kontrolle – bis jetzt.

Feuer auf dem Peloponnes

Feuer auf dem Peloponnes

Fotos: Dagmar Genth

Mit Pizza gegen Herzinfarkt

Statistisch gesehen können Sie Ihr Herzinfarktrisiko um bis zu 60% senken, wenn Sie wöchentlich zwei mal Pizza essen. Das ist das Ergebnis einer Studie* in Italien, bei der über fünf Jahre lang Daten von 1.000 Patienten gesammelt wurden. Je mehr Pizza, desto weiniger Herzinfarkt. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder gar Rauchgewohnheiten der Probanden. Schon zwei Pizzen im Monat konnten das Herzinfarktrisiko um 20% senken! Von solch positiven Ergebnissen können die Obst-und-Gemüse-Verzehr-Befürworter der „5 am Tag“-Kampagne nur träumen. Diese mussten unlängst zugeben, dass sie keinen Nachweis einer positiven Einflussnahme auf Krebs- oder andere chronische Erkrankungen führen können. Egal: weiter geht’s!

Pizza im Ofen

Speiseplan für nächste Woche: Montag – Pizza, Donnerstag – Pizza!

Quelle: „Wer gesund isst, stirbt früher.“ Udo Pollmer, Dr. Monika Niehaus
* Gallus, S. et al.: Pizza and the risk of acute myocardial infarction. European Journal of Clinical Nutrition 2004: 1543-1546