Rustikale Gänselebergalantine mit Entenbrust

Traditionell findet unser Gänseessen am zweiten Weihnachtsfeiertag mittags statt. Da wir diesmal zu siebt waren, war mir eine Gans etwas wenig, zudem wollte ich eine neue Füllung ausprobieren, die mit einigen Essern allergiemäßig nicht kompatibel ist. Dazu aber später …

Rustikale Gänselebergalantine mit Entenbrust, Balsamicohimbeeren und Salat von Eisberg und Radicchio mit Johannisbeeressi-Honig-Dressing

Jedenfalls haben zwei Gänse auch zwei Lebern, und mit denen gedachte ich eine Galantine herzustellen. Einfach mal so, auf die Schnelle. Dazu benötigte ich, neben der zwei Lebern, 200 g Schweinenacken, 150 g grünen Speck, eine Entenbrust ohne Haut, einen Esslöffel Pistazienkerne, 4 cl Calvados, ca. 100 ml Sahne und ein Ei. Da Pastetengewürz nicht zu bekommen war, in den Geschäften im nahen Umkreis, nahm ich zusätzlich zu Salz und Pfeffer etwas Wildgewürz, eine Msp. Cardamom und eine Msp. Bockshornkleesamen.

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Mambo e mangio

Heute mal statt Essen kochen Musik. Gleich drei mal das gleiche Lied, doch nicht das selbe. Welche Version gefällt besser? Oder überhaupt? Mir gefallen alle drei. Am besten …. später!

Ich bin gespannt. Jetzt wird dann wieder gekocht und gegessen. Natürlich mit Musik!

Was für ein Blödsinn!

Es begegnen einem im Netz die kuriosesten Dinge. Besonders dann, wenn man themenspezifisch sucht. Nun weiß ich, dass die Autoren und Autorinnen bei Germanblogs keinen Cent für ihre Arbeit bekommen, ja dass sie sogar die Urheberrechte an ihren Texten abgeben (Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel – es ist doch Weihnachten!). Wenn aber so ein Artikel in Googels Blog-Suche unter den nach Relevanz sortierten Einträgen für “Olivenöl” innerhalb der ersten 10 Seiten verlinkt wird (Seite 5), dann kann einem schon mal der Grünkohl vom Kaffeetrinken wieder hoch kommen.

Küchenfensterausblicke

Barbara möchte aus ihrer Speilwiese heraus Einblicke in des Foodbloggers Küchenfensterausblicke nehmen. Ob attraktiv oder nicht, idyllisch oder eher avantgardistisch, trübe oder fröhlich, mit oder ohne Haustiere. Bitte schön: Ein Blick aus unserem Küchenfenster auf das ehemalige Pfarrhaus unseres 390-Seelen-Dörfchens durch einen in der Fensterbank überwinternden Lorbeerbusch und zwei rechts und links flankierende Olivenbäumchen, wobei der linke im letzten Jahr doch etwas zu lange auf dem Balkon bei eisiger Kälte nächtigen musste – was man ihm leider ansieht.

Ausblick aus dem Küchenfenster rechts

Dies ist die rechte Seite des Ausblicks, die linke Seite präsentiert einen Blick auf eine alte Scheune des gegenüber liegenden Bauernhofes, inklusive der Verrohrung der Güllepumpe. Kaum zu erkennen: der allgegenwärtige Basilikum in der Fensterbank, über dessen Grün wir auf diese Idylle schauen (müssen). Am rechten Bildrand noch die Ecke des Ex-Pfarrhauses zu erkennen, wo neben der Dachrinne in Höhe des Übergangs zwischen Erd- und Obergeschoss jedes Jahr wieder Vögel ihr Nest einrichten, was uns immer wieder interessiert aus dem Fenster schauen lässt, und uns damit für brummende Güllepumpen entschädigt.

Ausblick aus dem Küchenfenster links

Eine schöne Idee übrigens, liebe Barbara.

Für Kurzentschlossene: günstiger Urlaub in der Toskana!

Gefreut hatten wir uns das ganze Jahr darauf, auf unseren Urlaub in Montescudaio (bei Cecina). Leider spielt einem auch mal die Gesundheit einen Streich, sodass wir nicht fahren können. Deshalb an alle Interessierte: Vom 03. bis 17. Oktober können Sie unseren Termin in einer Ferienwohnung in Montescudaio (max. vier Personen, zwei Schlafzimmer, Küche, Bad mit Dusche, Wohnzimmer, Terrasse, nette, deutsch sprechende Vermieterin, 230,– €/Woche) übernehmen. Bei Interesse bitte eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@olivenoelkontor.de, wir melden uns umgehend mit allen Einzelheiten und Link zu dem Angebot.

Der Patriarch – 1

GeckoUnter der Arkade am Tisch mit der Granitplatte saß der Alte und schnitt eine Fleischtomate in zwei Hälften. Auf den drei Scheiben des drei Tage alten Ciabatta zerrieb und zerquetschte er ein Tomatenhälfte, bis fast nichts von der Tomate übrig war. Ein Gecko, circa einen halben Meter über ihm an der Wand hockend, sah ihm scheinbar fasziniert zu. Der Alte griff nach dem Meersalz, das ein Freund ihm aus Sizilien geschickt hatte, edles Fiore di Sale aus Trapani, und würzte die bestrichenen Brotscheiben. Dann goss er etwas Olivenöl darüber. Das Öl stammte von seinem Nachbarn Guido. Geschmacklich etwas besser gelungen, als sein eigenes. Was er natürlich niemals zugeben würde. Er hatte sich auf ein Experiment eingelassen, und in diesem Jahr die Leccino-Oliven weggelassen, und nur Frantoio, Moraiolo und Pendolino extrahiert. Nun war ihm das sortenreine Leccino zu mild, und seine neue Mischung zu kräftig. Beide zwar von ausgezeichneter Qualität, aber nicht sein Geschmack. Er hatte trotzdem fast alles verkauft. Herzhaft biss er in die erste Brotscheibe und kaute mit halb geschlossenen Augen. Herrlich, dachte er, was braucht man mehr?
Motorengeräusch näherte sich, ein Auto kam den Feldweg zu seinem Häuschen herauf und hielt unter einer der zwei Pinien an, die vor seiner Terrasse standen. Ein Mann entstieg dem 3er BMW und ging auf ihn zu. „Papa! Wann lässt Du endlich den Feldweg machen? Man muss höllisch aufpassen, dass man sein Auto nicht beschädigt.“ Der Alte schaute ihn an. „Wer mich besuchen möchte, wird diese kleine Unannehmlichkeit gerne in Kauf nehmen, sogar der greise Beau von Präsident kommt ohne Murren zu Besuch. Du kommst mich nicht gern besuchen?“ „Natürlich komme ich gern. Vergiss, was ich gesagt habe, ich hatte nur Angst um mein Auto. Ich hätte ja auch den Geländewagen nehmen können, ich hab nicht nachgedacht.“ Wäre er noch jünger gewesen, hätte er „Deine Spezialität“ oder ähnliches gesagt, so schwieg er nur und wartete, was sein Sohn zu berichten hatte. Dieser schaute auf die Olivenölflasche des Nachbarn, sagte aber nichts dazu. Die Zikade, die bis eben geschwiegen hatte, nahm ihr Lied wieder auf. Sie musste in einer der Pinien sitzen, war aber nicht zu sehen. Dafür um so lauter zu hören.
„Papa, es waren zwei Vertreter einer Handelskette aus Deutschland da, die 300.000 Halbliterflaschen mit eigenen Etiketten kaufen wollen, wir stünden nur als Hersteller und Abfüller auf den Etiketten. Pro Flasche wollen sie 2,32 € zahlen.“ „Und was sollen wir deiner Meinung nach da reinfüllen für den Preis? Schweinepisse?“ „Ich dachte eher an das Leccino-Öl, das ist sowieso nicht so geworden, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Er sagte „wir“ obwohl es die alleinige Idee und Entscheidung seines Vaters war. „Nur, weil es unseren geschmacklichen Ansprüchen nicht genügt, werden wir unser Öl nicht verramschen. Zudem habe ich es schon den Japanern versprochen, für acht Euro pro Liter. Jage also diese Tedesci vom Hof und sage ihnen, sie sollen sich ihr Angebot dahin schieben, wo die Sonne nicht hin scheint.“ Es lagern zwei Tonnen des Leccino-Öls in den Stahltanks neben der hauseigenen Ölmühle, luftdicht und mit Stickstoff aufgefüllt, damit der Sauerstoff nicht an das Öl kommt, bereit zum Abfüllen, für wen auch immer.
„Papa! du hättest mir das sagen müssen, schließlich leite ich die Firma!“ „Mein Sohn,“ sagte er „du kannst alles essen,“ und bot ihm von seinem Ciabatta an, „aber nicht alles wissen. Der Anruf kam erst vor ein paar Minuten, ich hätte es dir schon noch mitgeteilt.“ Er hatte seinem Sohn Carlo zum 30sten Geburtstag 49% der Firmenanteile überschrieben, und ihn zum Direktor gemacht, das war vor eineinhalb Jahren. Die großen Geschäfte machte aber immer noch er, auch die Preisverhandlungen. Aus gutem Grund: Er hatte nicht nur acht Euro für das Öl verlangt, sondern acht Euro plus 50 Cent. Die 50 Cent landeten, ohne in irgendwelchen Büchern aufzutauchen auf seinem Konto in Liechtenstein, von dem nur er selbst und sein bester Freund Claudio wussten, Familienanwalt seit über 40 Jahren. Fast jedes Geschäft wickelte er so oder ähnlich ab, zumindest die mit Italienern, Japanern, Schweizern und Amerikanern. Bei den Deutschen war nichts zu machen. Die hatten zu viel Angst vor dem Finanzamt. Mit einem Teil des Geldes kaufte er über eine Briefkastenfirma namens „Genco Pura Olive Oil Ltd“ in England (Er liebte die Filme von Coppola, die `Paten-Trilogie´) auf Sizilien Olivenhaine und Weinberge. Auch ein kleines Landgut hatte er – ganz offiziell – gekauft, im Südwesten Siziliens, bei Campobello di Mazara (möglichst weit vom Ätna weg, man kann ja nie wissen), wo er die Wintermonate verbrachte, nachdem die Oliven- und Weinernte abgeschlossen waren. So entkam er dem toskanischen Winter, der schon unangenehm werden konnte.
„Papa, wann lässt du mich endlich die Firma so leiten, wie ich es für richtig halte?“ „Wenn ich glaube, dass du dazu fähig bist, mein Junge. Wir haben Kontakte in die ganze Welt, und du kommst mit so einer stupidaggine daher, als wenn unser Öl der letzte Mist wäre. Manchmal glaube ich, du hast die letzten Jahre nichts dazu gelernt!“ Carlo fing an zu grinsen. „Papa, ich wollte doch nur dein Gesicht sehen, wenn ich dir von den beiden Tedesci erzähle. Natürlich hab ich das Angebot dankend abgelehnt. Die waren kaum drin, im Büro, schon waren sie wieder draußen. Noch nicht mal einen Espresso haben sie bekommen. Allerdings glaube ich, ich hätte bei den Japanern mehr rausschlagen können, Fujino ist ein guter Freund.“ „Eben, gerade weil er ein guter Freund ist, würde ich ihn nicht übervorteilen. Er nimmt die zwei Tonnen komplett, und zahlt die Fracht und die Versicherung. Das ist ein gutes Angebot für meinen kläglichen Versuch, das beste toskanische Olivenöl herstellen zu wollen.“ Allein der Respekt vor seinem Vater ließ ihn sich das Grinsen verkneifen. Er wusste, dass sein Vater immer wieder versuchen würde, das beste Olivenöl der Toskana, ach was, der Welt herzustellen. Nur wunderte ihn seit ein paar Jahren schon, dass, egal wie Ernte von Oliven und Wein ausfielen, der Alte es immer wieder schaffte, seine Erzeugnisse äußerst gewinnbringend zu veräußern. Er durfte zwar die Geschäftsabschlüsse tätigen, ausgehandelt hatte sie aber der Alte. Machten die Nachbarn ringsum Minus, war die Podere Etrusca erfolgreich. Viele andere Podere waren schon in dem Besitz der Podere Etrusca aufgegangen, weil sein Vater die Betriebe gekauft hatte. Die ehemaligen Besitzer blieben sogar auf ihren Höfen, arbeiteten zukünftig aber für den Alten, nach seinen Vorgaben, was den Wein und das Öl anging. Alles wurde straff organisiert, sodass es den ehemaligen Gutsbesitzern oft finanziell besser ging als vorher, was sie wiederum zu noch besseren Leistungen anspornte. Die Produkte der Podere Etrusca waren in der ganzen Welt bekannt für ihre gute Qualität, gewannen Preise, waren bei allen Verkostungen und Paneltests immer unter den Besten und fanden sich in fast jedem Feinkostgeschäft in Europa und Amerika.
Was der Junior nicht wusste, dass viele der großen Kunden der Podere in den letzten Jahren bei dem Alten um Gefälligkeiten bitten mussten, da sie oft in finanziellen Engpässen waren, und die Banken keine Kredite mehr bewilligten. Einige der Engpässe wusste der Alte auch gut zu forcieren; ein paar Euro hier, ein paar Gefälligkeiten dort, schon hatte er seinen designierten Schützling. Die Gefälligkeiten, wie Zahlungsaufschübe oder auch private Kredite gewährte der Alte gerne, die Kunden waren aber auf ewig an die Podere Etrusca gebunden. Konkurrenzbetriebe hatten keine Chance ins Sortiment zu kommen, trotz günstigerer Konditionen. So lange die Podere ausgezeichnete Qualität produzierte, war das eine für alle Beteiligten einträgliche Lösung. Falls trotzdem ein Kunde querschoss und andere Lieferanten aufnahm die der Podere Etrusca Konkurrenz machten, musste der Alte nur einmal „vernünftig“ mit ihm reden. Der Kunde war dann sehr einsichtig, was sich herum sprach in der Branche, und alle waren mit der Podere Etrusca zufrieden. Wesentlicher Bestandteil dieser Vereinbarungen, waren dann immer die zusätzlich gezahlten Gelder für das Liechtensteiner Konto. Lediglich einen Mitbewerber ließ der Alte in Ruhe, was seinen Sohn zwar wunderte, er hatte aber noch nicht gewagt, danach zu fragen. Einen Mitbewerber, der sich alberner Weise nach einer amerikanischen Filmfirma benannt hatte und seine Produkte auf Sizilien im Val di Mazara herstellte: Genco Pura Olive Oil Ltd. Lediglich die Company war der Limited gewichen.
„Papa, irgendwann werden wir es schaffen, das Olivenöl herzustellen, von dem du schon so lange träumst. Vielleicht versuchen wir es im nächsten Jahr mal mit der Veronelli-Methode für einen kleinen Teil des Moraiolo? Ich muss jetzt leider los, einer der Laudemio-Produzenten in der Nähe von Bolgheri will mit uns sprechen, ich weiß noch nicht was er will, aber ich hörte, die Geschäfte gingen nicht so gut. Vielleicht eine Chance, dem Verbund beizutreten. Ich komme morgen vorbei zum Essen, wenn es dir recht ist, so gegen neun.“ „Lass dich nicht übers Ohr hauen, lass dir alle Zahlen geben, und frag ihn auch nach den nicht offiziellen Zahlen, falls er dir ein Angebot machen will. Ich weiß von einem alten Weinkeller, den er vor drei Jahren ausgebaut hat, von dem die Guardia di Finanza nichts weiß.“ sagte der Alte und grinste seinen Sohn an. „Benutze das Wissen aber nicht unbedarft, stell fest, wie ehrlich er wirklich ist.“ Carlo starrte ihn nur staunend an. Sein Vater schien immer alles über alle zu wissen, und hielt sich doch die meiste Zeit entweder in seinem kleinen Steinhaus hier, in der Nähe von Montescudaio oder auf Sizilien auf. „Nun guck mich nicht an wie das achte Weltwunder, tue deine Arbeit, wir reden morgen Abend. Bringst du deine Frau und meinen Enkel mit?“ „Ja gerne, Papa. Ciao, bis morgen! Soll ich noch was mitbringen?“ „Nein, Antonella und Michele genügen völlig!“ Der Alte widmete sich wieder seinen Ciabattascheiben und der zweiten Tomatenhälfte. Nachdem sein Sohn gefahren war, setzte die Zikade ihr nerviges Geschrammel fort, welches sie unterbrochen hatte, als sein Sohn ins Auto stieg und weg fuhr. Der Gecko hatte sich gleich nach Ankunft seines Sohnes davon gemacht, und blieb erst einmal verschwunden. Der Alte war gespannt, wie sich sein Sohn bei der Besprechung verhalten würde. Natürlich war das Geschäft schon unter Dach und Fach, mit Handschlag besiegelt. Einem Vitaliani reichte das, noch nie wurde ein Abkommen gebrochen. Bis sein Sohn die Geschäfte vollständig übernehmen konnte, würde er noch einige Tests bestehen müssen. So hatte es sein Großvater mit seinem Vater gemacht und sein Vater mit ihm. Genüsslich biss er in sein letztes Ciabatta. Der Gecko schaute vorsichtig um die Ecke der Hauswand. Fortsetzung folgt

Gestern beim Kaffeetrinken …

… an dem einige Freundinnen meiner Frau teilnahmen: Die sportliche D. mümmelt an ihrem Stück Minikuchen herum, und begründet ihre Bescheidenheit mit hohen Cholesterinwerten. “Also, ich weiß gar nicht, warum ich so hohe Werte habe, dabei ernähre ich mich doch so gesund. Nur wertvolle Fette und so.” “Kann nicht sein,” sagt meine Frau, “bei uns hast Du noch nichts gekauft!” (Das nenne ich mal Loyallität!) “Na ja,” meint D., “Omega-3-Fettsäuren, und so.” Das ‘und so’ führt sie nicht näher aus, aber zu den Omega-3-Fettsäuren gibt es dann doch einiges aufzuklären. Jahrelang sagte man den Fettsäuren aus dem Seefisch wahre Wunderdinge nach. Schutz vor Herzinfarkt und Krebs zum Beispiel.
Nach dem endlich einmal evidenzbasierte Untersuchungen stattgefunden haben, das heißt, Untersuchungen, die sich auf Beweise aus der Medizin stützen, musste erklärt werden: Omega-3-Fettsäuren schützen weder vor Krebs, noch vor Herzinfarkt (im Gegensatz zu Olivenöl), und haben keinerlei positive Auswirkungen auf die Sterblichkeit.
Fakt, liebe D., ist also, dass Du einfach dem Marketing und der Augenwischrei der Raps- und Fischölindustrie aufgesessen bist. Wie so viele andere auch …

Quellen: “Wer gesund isst, stirbt früher.” Udo Pollmer/Dr. Monika Niehaus, Hooper, L. et al.: “Risk and Benefits of omega 3 fats for mortality, cardiovascular disease, and cancer: systemati review.” British Medical Journal 2006

Olivenöltester werden und Einkaufsgutschein gewinnen

Lefktron - unsere HausmarkeNach langem Suchen und Probieren, haben wir endlich unsere Hausmarke gefunden: ein säurearmes Olivenöl Extra Nativ aus dem Peloponnes in Griechenland. Eine kleine Genossenschaft produziert dieses extrem milde Olivenöl, deren Olivenbauern noch faires Geld für ihre Arbeit bekommen. So mussten wir auch keine Kompromisse in der Qualität eingehen, denn wir suchten ein gutes, aber trotzdem preiswertes Öl für jeden und jeden Tag. Gerade die genussaffinen Menschen, deren finanzielle Möglichkeiten für die teuern Extra Vergine nicht ausreicht, haben jetzt eine Alternative, ohne auf die oft minderwertigen Qualitäten aus dem Supermarkt zurückgreifen zu müssen.
Für nur 4,85 € pro Halbliterflasche erwerben Sie ein gutes Produkt, säurearm (unter 0,3% freie Fettsäuren) und ein echtes Extra Nativ aus liebevoll geernteten Koroneiki-Oliven.
Dass uns das Öl geschmeckt hat, ist deutlich geworden. Ob Ihnen das Öl schmeckt, ist uns wichtig. Deshalb verlosen wir Anfang Dezember aus allen Käufern des Öls die auch eine Bewertung abgegeben haben, einen Einkaufsgutschein in Höhe von 30,- € – rechtzeitig zu den Weihnachtseinkäufen. Zur Bestellung geht es hier lang …

Aufsteigender Rauch, Asche rieselt …

Feuer auf dem Peloponnes

… viel zu nahes, nervenaufreibendes, Magen zusammenziehendes Lalülala mehrerer Löschfahrzeuge. Es brennt auf dem Peloponnes. Mal wieder. Nur zwei Dörfer weiter steht die Welt in Flammen. Wahrscheinlich ein gelegtes Feuer. Erinnerungen an die schlimmen Brände vom letzten Jahr kommen hoch und verursachen Übelkeit.

Feuer auf dem Peloponnes

Feuer auf dem Peloponnes

Drei kleine Löschflugzeuge sind mit dröhnenden Propellern im Einsatz und bekommen Verstärkung von zwei großen Wasserflugzeugen. Gott sei Dank kaum Wind, sonst flögen sie nicht. Es dröhnt, brummt, scheppert und heult, wenn sie über das Haus hinweg fliegen, den Bauch voll Meerwasser, eben an der Küste getankt. Abgeworfen und zurück zum Auftanken. Bloß das Feuer nicht ausbreiten lassen.
Pickups mit Wassertanks auf der Ladefläche rasen vorbei, die Insassen wollen Dörfer und Häuser schützen. Junge Männer bilden Feuerwachen, dicht an dicht. In der Not halten alle zusammen. Es knallt in der Ferne, und doch viel zu nah. Machia und Ölbäume bersten mit infernalischem Lärm unter dem Feuer. Die ölhaltigen Bäume sind die reinsten Brandbomben. Explodierende, brennende Pflanzenteile entzünden im Umkreis von mehreren Metern alles Brennbare und rauben die Luft zum Atmen. Ein Alptraum für alle Bewohner des Landstrichs. Die wichtigsten persönlichen Sachen werden vorsorglich gepackt, falls das Feuer doch noch kommt …

Feuer auf dem Peloponnes

Feuer auf dem Peloponnes

Bis in die frühen Abendstunden wurde gelöscht, das Feuer ist unter Kontrolle – bis jetzt.

Feuer auf dem Peloponnes

Feuer auf dem Peloponnes

Fotos: Dagmar Genth

Lanzer Geschichten

Da ja jetzt der Kerner nicht mehr nicht kocht, kocht jetzt der Lanz nicht – obwohl der Titel der Sendung “Lanz kocht” dies doch impliziert. Und da der fressack das nicht mehr macht, gibt es hier von mir eine kleine Nachlese zur gestrigen Sendung, wenn ich auch nur die letzte halbe Stunde gesehen habe. Als erstes fiel mir auf, dass unerfreulich wenig Olivenöl Verwendung fand. Als zweites, dass der Lanz doch lieber bei seinem Bulldog oder wem auch immer geblieben wäre, denn mit Kochen hat er es nicht so. Versuchte er doch impertinent aus dem Kalbsbries, welches Alfons Schubeck zubereitete, einen Kalbskäse namens “Kalbsbrie” zu machen. Tja, lieber Markus Lanz: Nicht alles was in der Küche verarbeitet wird, wird französich ausgesprochen! Das weiß ich übrigens aus eigener Erfahrung, denn als junger Azubi war für mich einige Zeit der “Ausbeiner” (Messer zum Entbeinen von Fleisch “den Knochen herauslösen”) ein “Ohbinjeer”.
Als drittes fiel mir auf, dass der Küchenschlachtgewinner, dessen Name mir entfallen ist, (wer die Sendung noch einmal sehen möchte, kann sie sich übrigens hier anschauen) ein Kalbsfilet (Herr Lanz: das “t” spricht man nicht mit!) zu einer gefüllten, durchgegarten Roulade verarbeitet hat. Das Herz blutet mir immer noch. Wer sich ein Kalbsfilet leisten kann, der sollte es nicht behandeln, wie Sean Connery die Frauen. Hier hätte es eine Kalbsnuss (die beiden “s” bitte mitsprechen) auch getan.
Alles in allem haben wieder alle ganz toll gekocht, und wenn es Kritik gab, dann nur eingehaucht – meist von Alfons Schubeck, dem keiner ein Bries für einen Brie vormacht – oder so …